Archiv der Kategorie: Kultur

Kultur in Wandsbek.

Sanierung Museum Elbinsel Wilhelmsburg gestartet!

Nach langem Ringen um Planung und Finanzierung haben heute Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Sprinkenhof-Geschäftsführer Jan Zunke, der 1. Vorsitzende des Vereins Museum Elbinsel Wilhelmsburg e. V., Gerd Nitzsche, sowie als Vertreterin vom Bezirksamt Hamburg-Mitte, Petra Lill, über den Beginn der Sanierungsarbeiten des denkmalgeschützten Museum Elbinsel Wilhelmsburg informiert. Notwendig sind die denkmalgerechten Umbau- und Instandsetzungsarbeiten auf Grund einiger Schäden am Haus und der erforderlichen Anpassungen an eine zeitgemäße und nachhaltige Nutzung. Damit wird sichergestellt, dass das historische Gebäude langfristig für die kommenden Generationen erhalten werden kann und dem Verein eine langfristige Perspektive für die museale und ehrenamtliche Arbeit gegeben wird. Unter anderem ist geplant, die Flutkatastrophe von 1962 künftig in das Museumskonzept aufzunehmen und damit das erste Hamburger Flutmuseum zu schaffen.

Das ehemalige Wilhelmsburger Amtshaus, heute Sitz des Museum Elbinsel Wilhelmsburg, wurde 1724 auf den Grundmauern eines im Jahr 1620 errichteten Schlosses der Groten, dem ehemaligen Adeligen-Sitzes Stillhorn, erbaut. Das Amtshaus steht seit 1949 unter Denkmalschutz und bildet mit der benachbarten Kreuzkirche, dem Dorfkrug sowie weiteren alten Häusern das Milieuschutzgebiet Kirchdorf.

Das sanierungsbedürftige Gebäude soll denkmalgerecht instandgesetzt werden, um eine perspektivische und zeitgemäße Nutzung ermöglichen zu können. Die ursprüngliche Planung aus dem Jahre 2020 konnte wegen fehlender Finanzierungsmöglichkeiten aus dem Bundesprogramm leider nicht realisiert werden, so dass die Sanierung neu überplant werden musste. Durch diverse Anpassungen der grundlegenden Gebäudeauslegung hinsichtlich neuer Überlegungen zum Umgang mit Denkmalschutz, energetischer Gebäudeoptimierung und brandschutztechnischer Belange konnte nun eine Planung erarbeitet werden, welche dem neuen Budgetrahmen gerecht werden kann. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rd. 5,9 Mio. Euro brutto.

Dr. Andreas Dressel, Finanzsenator: „Was lange währt, wird endlich gut. Es war uns als Senat wichtig, im Jahr des 60. Jahrestages der furchtbaren Sturmflut 1962 auch den Startschuss für die dringend notwendige Sanierung des Elbinselmuseums geben zu können. Dadurch, dass die Sanierung aus Bundesmitteln nicht förderfähig ist, musste nach dem Grundsatz ´design to Budget´ eine neue Sanierungsplanung angefertigt werden. Diese setzen wir jetzt um und schaffen damit einen würdigen Rahmen auch für Informieren und Gedenken an die Flutkatastrophe von 1962. Mein Dank geht an Sprinkenhof, LIG und Bezirksamt für Begleitung und Umsetzung sowie an den Museumsverein MEW e. V. für die Geduld.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Sanierung des ehemaligen Wilhelmsburger Amtshauses ist ein Glücksfall für die Stadt. Gemeinsam schaffen wir es, das Denkmal in Kirchdorf dauerhaft zu erhalten und können hier künftig authentisch die Geschichte der Elbinseln erzählen. Ich danke dem Verein, ohne dessen Engagement dies nicht möglich gewesen wäre, und der mit dem Museum die Vergangenheit der Elbinsel lebendig hält.“

Bis zur Neueröffnung bleibt das Haus geschlossen. Eigentümer und Bauherr ist der zur Finanzbehörde gehörende Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG). Die Umsetzung übernimmt die Sprinkenhof GmbH als zentrale gewerbliche Immobiliengesellschaft der Freien und Hansestadt Hamburg und ist mit der Projektsteuerung der Baumaßnahmen beauftragt.

Jan Zunke, Geschäftsführung Sprinkenhof GmbH: „Wir freuen uns, ein weiteres denkmalgeschütztes Gebäude der Stadt Hamburg umfassend zu sanieren und zu modernisieren, um dieses wert- und nachhaltig für den Verein Museum Elbinsel e. V. als musealen Ort langfristig nutzbar zu machen. Wir danken allen Projektbeteiligten für die gute Zusammenarbeit und wünschen einen weiterhin erfolgreichen Verlauf der anstehenden Sanierung.“ 

Steffi Keller, Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen: „Wir freuen uns, dass nun gemeinsam ein tragfähiges Konzept entwickelt werden konnte und umgesetzt wird. Dieses stellt sicher, dass diese in vielerlei Hinsicht wertvolle Immobilie wieder vollständig genutzt werden kann und ihre Substanz nachhaltig erhalten bleibt. So leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung dieser kulturhistorischen Einrichtung.“

Petra Lill, Bezirksamt Hamburg-Mitte: „Mit der Sanierung erhält die Sammlung des Museums einen modernen zeitgemäßen Rahmen in den altehrwürdigen Mauern unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Im kommenden Jahr sind Gespräche des Bezirksamts Hamburg-Mitte zusammen mit dem Museumsverein und der Behörde für Kultur und Medien über ein neues Betriebs- und Trägerkonzept geplant, das nach der Wiedereröffnung des Museums eine langfristige Absicherung des Betriebs gewährleisten soll. Wir danken dem Verein für sein Engagement und die hervorragende Arbeit zur Dokumentation und Präsentation der Wilhelmsburger Alltagsgeschichte und werden jetzt zusammen mit dem Verein weitere neue Kapitel in der Geschichte des Museums Elbinsel Wilhelmsburg schreiben.“

Das Museum Elbinsel Wilhelmsburg (MEW) wurde im Jahr 1907 gegründet und ist seit mehr als 50 Jahren im Amtshaus untergebracht. Der Gewölbekeller von 1620 sowie Teile vom Burggraben des Schlosses sind noch vorhanden und können besichtigt werden. Ziel ist es, die wertvollen Befunde an Wand und Böden sowie diversen Einbauten zu sichern und nach der Sanierung zeigen zu können.

Gerd Nitzsche, 1. Vorsitzender des Vereins Museum Elbinsel Wilhelmsburg (MEW): „Seit über 50 Jahren haben wir das Museum ehrenamtlich betrieben und seit sechs Jahren haben wir uns um eine Sanierung und Neugestaltung des Museums bemüht. Aber wir haben durchgehalten und begrüßen den Anfang der Baumaßnahmen sehr. Der engere Budgetrahmen aufgrund der nicht verfügbaren Bundesmittel hat auch zu Einschränkungen bei den Maßnahmen geführt. Wichtig aber ist, dass das Museum in ein paar Jahren wieder in neuem Glanz die Geschichte von Wilhelmsburg zeigen kann. Was wir uns noch wünschen, ist, dass das Nebengebäude noch in die Baumaßnahmen einbezogen wird. Für das Archiv, die Bibliothek und Teile des Depots wird es dringend benötigt. Mit der Auslagerung dieser Teile würde im Haupthaus genug Ausstellungsfläche, gerade für die Flutausstellung von 1962, zur Verfügung stehen. Wir hoffen im weiteren Verfahren auf eine Finanzierung auch des Nebengebäudes, die der Verein gern mittragen würde.“

Das Museum wird ehrenamtlich vom Museum Elbinsel Wilhelmsburg e. V. (MEW) betrieben. Pro Jahr haben in der Vergangenheit mehr als 10.000 Besucher das Haus besucht. Darüber hinaus hat die kulturhistorische Einrichtung auch für den Nachwuchs der Region eine hohe Bedeutung. Jedes Jahr nutzen etwa 100 Vorschul- und Grundschulklassen das Museum im Rahmen der Heimatkunde für verschiedene Führungen und regionale Aktivitäten. Das MEW ist auch ein fester Bestandteil der Kulturszene und veranstaltet regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie z. B. Lesungen, Liederabende und kleine Theaterstücke.

2 Jahre Musikschule Vivaldi in Rahlstedt

Singen und Musizieren macht schlau und glücklich. Dies haben Langzeitstudien ergeben. Unter diesem Aspekt hat André Roshka vor rund zwei Jahren die Musikschule Vivaldi in der Rahlstedter Strasse 68 gegründet und die vorher dort ansässige Recital-Musikschule übernommen.
Erfahrene Lehrer:innen unterrichten Jung und auch Alt in den Instrumenten Klavier, Geige, Cello, Schlagzeug und Flöte. Andere Instrumente sind auf Anfrage auch möglich.
Der Einstieg ist altersunabhängig (Kinder ab 5 Jahre) und noch ohne Wartezeiten. Für jeden wird auch das Richtige gefunden – das Instrument, das Tempo, die Inspiration und der Spaß. Variable Unterrichtsmöglichkeiten und die individuelle Beratung gehören ebenfalls zu dem Konzept des stressfreien Erfolges jeder Schülerin und jeden Schülers.

Hierzu auch André Roshka: “Jeder Mensch ist einzigartig. Wir finden genau das richtige Instrument für Dich. Mache aber Du den ersten Schritt zu Deinem Erfolg. Melde Dich an!”
Musikschule Vivaldi, Rahlstedter Str. 68, 22149 Hamburg, Tel. 040-98247901, www.vivaldi-musikschule.de (Anzeige)

BIG BOX & kleines Orchester Objekttheater mit Live-Musik

Auf der Bühne steht eine große Kiste: wie eine riesige Verpackung, eine Telefonkabine, eine Werkstatt, ein Aufzug, ein Raumschiff …? Straßenlaternen wachsen aus der Kiste heraus. Ein winziger Dirigent schiebt sich über die Bühne und gibt den Takt an. Ein Paar tanzt. Eine Hundeleine zieht den Hut vom Kopf. Die Kiste kippt und will lieber ein Tisch sein … Was sind das für Kräfte, die Dinge in Bewegung setzen? Folgen wir den Geschichten, die von den Dingen in Bewegung gesetzt werden! Zwischen Manipulation und Autonomie beginnt alles auf der Bühne miteinander zu spielen: das Licht, die Musik, die Menschen und die Objekte. Kraft der Phantasie ist eine Kiste mehr als nur eine Kiste … Förderung durch das BA Pankow und den Hauptstadtkulturfonds Berlin | Unterstützung: Brotfabrik Bonn, SCHAUBUDE Berlin Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (im Programm NEUSTART KULTUR, Programmlinie Junges Publikum). 4+

Das Kindertheater ist am 1. und 2. Dezember jeweils um 10.00 Uhr und am 3. und 4. Dezember jeweils um 16.00 Uhr im FUNDUS Theater

DUO YūNE

Das Ziel Kammermusik auf höchstem Niveau auf die Bühne zu bringen, führte die beiden Musikerinnen des „Duo Yūne“ im Jahr 2018 zusammen. Für die Pianistin und die Flötistin des „Duo Yūne“ bedeutet Musik unweigerlich auch immer Freundschaft: Wenn Freunde gemeinsam Musik machen, bekommt sie immer eine ganz besondere Qualität, viele Komponisten erschufen ihre schönsten Werke für befreundete Musiker, Musik gemeinsam mit Freunden genießen macht glücklich.

Das alles vereint der Name des „Duo Yūne“! Er setzt sich aus den japanischen Wörtern Freundschaft und Musik zusammen. Gemeinsam gestalten die beiden Musikerinnen Silke Friedrich (Querflöte) und Yumi Jendruszewski (Klavier) das Konzert im Theater der Parkresidenz Rahlstedt. Das Publikum erwartet ein fröhliches, beschwingtes und besinnliches Konzertprogramm, welches musikalisch auf die Adventszeit einstimmt. Mit Werken von J.S. Bach, Cecile Chaminade, Edvard Elgar u.v.m. ist für Abwechslung gesorgt, und auch weihnachtliche Musik wird nicht zu kurz kommen! (Dauer 2 x 40 Minuten mit Pause) Das Konzert ist am 1. Dezember um 19.00 Uhr in der Parkresidenz Rahlstedt

Kunstausstellung „Positionsbestimmung_2.0“

Ausstellung des Künstlers Dirk Brüggemann vom 28. November bis 29. Dezember 2022
Die Kunstausstellung steht unter dem Motto „Positionsbestimmung_2.0“ und schließt somit nahtlos an die Ausstellung im Vorjahr an. Dirk Brüggemann verarbeitet zum Teil reale Motive und historische Dokumente, aber auch vielfältige Zitate aus ganz verschiedenen Bereichen. Häufig werden jedoch Momentaufnahmen aus der Datenflut des Internets gezeigt. Diese kurzlebigen Fotos erhalten dadurch eine Bühne und entfalten eine Wirkung bevor sie in den Untiefen des Online-Archivs untergehen.
Der Künstler kombiniert dabei mehrschichtige, flüchtige, transparent zerfließende Farben, um verschiedene Augenblicke und Wechselwirkungen collagenartig zu verknüpfen. Farbige Punkte als rein graphische, abstrakte Elemente sorgen zusätzlich für eine positive Leichtigkeit und blockieren somit eine klare Zustandsbeschreibung. Zudem werden vermeintlich eindeutige Bildaussagen frei in neuen Bezug zueinander gesetzt und ursprünglich klare Aussagen somit aufgehoben. Der Begriff Positionsbestimmung leitet sich daraus ab, dass die Bilder oft mehrere Motive aus unterschiedlichen Kontexten zeigen und so neue gedankliche Verknüpfungen entstehen lassen. Dies zwingt den Betrachter seine Position und Haltung zum Gesehenen neu zu bestimmen.
Zum Künstler:
Der in Celle geborene Künstler – mit Lebensmittelpunkt in Wandsbek – stellte bereits im Dezember 2021 unter dem Titel „Positionsbestimmung“ seine Werke aus. Er besuchte die Kunstschule Alsterdamm in Hamburg und schloss diese als Dipl.-Graphik-Designer ab.
Im Zeitraum vom 28. November bis 29. Dezember 2022 wird die Ausstellung im Bezirksamt Wandsbek, Schloßstraße 60 auf der Ausstellungsfläche im 2. Obergeschoss gezeigt und ist montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Am letzten Ausstellungstag schließt die Ausstellung abbaubedingt früher. Der Zugang zu der Ausstellungsfläche ist barrierefrei.
Das beigefügte Bild darf für die Berichterstattung (bei Quellenangabe: ©2022 Dirk Brüggemann, Titel: „NEINGANG“) unentgeltlich verwendet werden.
Das Bezirksamt Wandsbek stellt seine Ausstellungsfläche kostenlos Wandsbeker Künstlerinnen und Künstlern zur Verfügung. Bei Interesse an der Durchführung einer Ausstellung im Bezirksamt können Künstlerinnen und Künstler (auch Schulklassen) sich bei der Pressestelle Wandsbek melden, per E-Mail an pressestelle@wandsbek.hamburg.de oder per Telefon unter der Nummer 040 428 81 – 2684.

Einsteigen bitte!

Heute haben der Senator der Finanzbehörde, Dr. Andreas Dressel, die Sprinkenhof GmbH mit Lars Vieten, der Vorsitzende des Vereins Verkehrsamateure und Museumsbahn e. V. (VVM), Harald Elsner, sowie als Vertreter der Hochbahn AG, Malte Auer, über den Abschluss der Sanierungsarbeiten des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes des Kleinbahnmuseums in Wohldorf informiert und die offizielle Schlüsselübergabe zwischen Stadt und Trägerverein durchgeführt. Notwendig wurden die Sanierungsarbeiten aufgrund eines erheblichen Instandhaltungsbedarfes, so dass umfangreiche, auch im Hinblick der Nachhaltigkeit, Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich waren. So ist sichergestellt, dass das historische Gebäude langfristig für die kommenden Generationen erhalten werden kann und dem Verein eine langfristige Perspektive für die museale und ehrenamtliche Arbeit gegeben wird. Damit bleibt der für die Stadtteilgeschichte der Walddörfer und die Verkehrsgeschichte Hamburgs ehemals wichtige nördlichste Bahnhof Hamburgs erhalten und die langfristige Nutzung durch den Museumsverein sichergestellt.

Sanierung des ehemaligen Bahnhofsgebäudes Wohldorf erfolgreich abgeschlossen

Das idyllisch am Naturschutzgebiet Wohldorfer Wald gelegene historische Nahverkehrsmuseum im historischen Gebäude der Güterabfertigung des ehemaligen Bahnhofs Wohldorf ist für Nutzung durch den das Museum betreibenden VVM und bald auch für den Publikumsverkehr wieder geöffnet. 

Unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes wurde die technische Gebäudeausstattung auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Dazu gehörten Ausbaumaßnahmen in Anlehnung an zeitgemäße energetische Standards im Bereich Heizung, Lüftung und Elektro zum langfristigen Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes. Die wesentlichen Stilelemente des Hauses wurden aufgearbeitet, teilweise erneuert und somit eine langfristige Nutzung des Hauses ermöglicht. Es wurden neue Ver- und Entsorgungsleitungen in das Haus eingeführt und der Anschluss an das Wassernetz Hamburg hergestellt. Die Sanierung der historischen Hallenwand hat die Maßnahmen für das Gebäude abgeschlossen. Mit der Wiedereröffnung ist auch eine Erweiterung der Öffnungszeiten durch den Betreiber VVM geplant.

Finanzsenator und Verwaltungsratsvorsitzender des LIG, Dr. Andreas Dressel: „ Der Bahnhof Wohldorf ist ein für die Stadtteilgeschichte der Walddörfer und die Verkehrsgeschichte Hamburgs wichtiges Gebäude und ein schönes Ausflugsziel für Schulklassen, Geschichtsinteressierte und Verkehrsfreunde. Der Verein mit seinen ehrenamtlich Tätigen kümmert sich schon seit vielen Jahren mit enorm viel Engagement darum, das historische Erbe der Kleinbahn lebendig zu halten. Ich freue mich, dass wir hier gezielt Unterstützung geben und die Zukunft des Museums sichern konnten – ein positives Zeichen auch in Richtung Ehrenamt und Denkmalschutz. Ein Dankeschön auch an die Hochbahn für die Unterstützung und Kooperationsbereitschaft.“

Eigentümer und Bauherr des Gebäudes ist der zur Finanzbehörde gehörende Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG), der einen Teil der Sanierungskosten übernimmt. Weitere Mittel in Höhe von 490.000 Euro werden aus dem Quartiersfonds der Finanzbehörde zur Verfügung stellt. Als Bauherr und Realisierungsträger hat der LIG die Sprinkenhof GmbH mit der Projektsteuerung der Baumaßnahmen beauftragt.

Jan Zunke, Geschäftsführung Sprinkenhof GmbH: „Für die Hamburgerinnen und Hamburger erfüllen historische Denkmäler wie der „Kleinbahnhof Wohldorf“ einen besonderen lokalen Wert. Daher freuen wir uns, mit dem Abschluss der Sanierung des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes den Werterhalt des Gebäudes und die langfristige Nutzung des Museums zu sichern. Wir bedanken uns bei der Finanzbehörde für das entgegengebrachte Vertrauen und wünschen allen in dem neu gestalteten Ausflugsziel künftig interessante Einblicke in die Nahverkehrsgeschichte der Stadt.“

Seit 1996 präsentiert der Kleinbahn-Verein Wohldorf e. V. bzw. der Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn e. V. in dem um 1907 errichteten ehemaligen Bahnhofsgebäude seine Ausstellung, bis diese für die umfassende Sanierung des Gebäudes vorübergehend ausziehen musste. Die Sammlung umfasst Originalteile, Dokumente, Modelle und Fotos zur Geschichte der elektrischen Kleinbahn in den Walddörfern sowie des öffentlichen Nahverkehrs in Hamburg und Umgebung.

Dr. Harald Elsner, Vorsitzender des Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn e. V.: „Die umfassende Sanierung des Gebäudes und die künftige Kooperation mit der Hamburger Hochbahn AG bei der Gestaltung der dort gezeigten Ausstellungen erlaubt es uns, künftig umfassender und mit wechselnden Schwerpunkten und Sonderausstellungen die Geschichte des Nahverkehrs in Hamburg in Hamburg zu präsentieren. Obwohl es sich um ein kleines Gebäude handelt, hoffen wir, hier künftig ein lohnendes und attraktives Kulturangebot an diesem von Ausflüglern gut frequentierten Ort anbieten zu können. Wir freuen uns zudem, dass die Erhaltung dieses architektonischen Kleinodes gelungen ist, und dass hier weiterhin an die Geschichte der elektrischen Kleinbahn erinnert werden kann, die maßgeblich zur verkehrlichen Erschließung und zur Stromversorgung von Volksdorf und Wohldorf-Ohlstedt im frühen 20. Jahrhundert beigetragen hat.“Malte Auer, Hamburger Hochbahn AG: „Das Kleinbahnmuseum in Wohldorf ist ein echtes Stück Geschichte – klasse, dass es nun wieder öffnen kann. Auch uns als HOCHBAHN bietet es eine tolle und authentische Örtlichkeit, um Menschen unsere 111-jährige Historie näherzubringen. Darum sind wir als Partner und Unterstützer gern an Bord.“

Auf mich gestellt ─ Hänsel und Gretl auf der Spur

In Familien wird geteilt. Erwachsene und Kinder teilen sich den Raum, das Essen … teilen sich Aufgaben und Verantwortung, teilen sich auch Ängste … teilen sich mit. Wie geschieht das? Und wenn ein Teil der Familie überfordert ist oder Angst hat, wie teilt sich das den anderen mit? Und wie verteilt es sich in der Folge auf die anderen?
In »Auf mich gestellt – Hänsel und Gretl auf der Spur« untersuchen wir diese Fragen gemeinsam mit unserem Publikum. Mit dem Grimm‘schen Märchenstoff als Richtschnur, begeben wir uns gemeinsam in den Märchenwald, beobachten, wie die Not der Eltern die Kinder dazu bringt, Aufgaben zu schultern, die eigentlich nicht die ihren sind, wie Überforderung wächst und wie ungeahnte Kräfte entstehen, wenn man füreinander da ist.
Eine Geschichte zwischen Hoffen und Bangen, Wachen und Träumen, Einsamkeit und Ge­meinsamkeit. Und wir sind alle mittendrin …

8+ und Erwachsene (Familienpublikum). Premiere: Freitag, 4. November 2022 / 18:00 Uhr.
Weitere Vorstellungen: Sa 5. + So 6. Nov., jeweils 16:00 Uhr.
Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Ausstellung „Schätze aus Peter Blänsdorfs Galerie“

Viele werden sich noch erinnern an den Rahlstedter Buchhändler und Galeristen Peter Blänsdorf. Weit vor der Gründung der Kulturvereine war seine Buchhandlung und Galerie gewissermaßen das Kulturzentrum Rahlstedts. Neben großen Namen der klassischen Moderne – Marc Chagall, Jean Mirò oder Pablo Picasso, konnten die Rahlstedter bei Lesungen Autoren wie Günter Grass, Siegfried Lenz oder Arno Surminski erleben. Die Liste der großen Namen ist lang. Auch als Rezitator des literarischen Programms „Tucholsky & Co.“ bleibt Peter Blänsdorf nachdrücklich in Erinnerung. Ebenso seine Mitwirkung an den literarisch-musikalischen Aufführungen im Gymnasium Rahlstedt zum Thomas-Mann-Jahr, zum Mozart-Jahr, zum Liliencronjahr und zum 60. Jahrestag des Kriegsendes und der Nazidiktatur. Jetzt zeigt seine Frau Elna im KulturWerk Schätze aus der einstigen Galerie des verstorbenen Kulturbegeisterten: Bekannte Rahlstedter Künstler wie Jens Cords, Hanno Edelmann und Herbert Grunwald sind mit Originalen vertreten. Aber auch viele weitere Künstler der Galerie sind mit Lithografien, Radierungen, Holzschnitten und Plakaten vertreten. Es ist die Kunst auf hohem Niveau, für die Peter Blänsdorf stets ein feines Gespür hatte. 

Die Ausstellung macht die Leerstelle bewusst, welche die Galerie Blänsdorf vor Ort hinterlassen hat. Schön, dass diese Schätze noch einmal ans Licht der Öffentlichkeit gelangen. Elna Blänsdorf freut sich auf die Gelegenheit, mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch über die grafischen Blätter zu kommen, auf denen so manche persönliche Widmung zu entziffern ist. Vernissage: Mittwoch, 2. November, 19:30 Uhr. Ausstellung 3. Bis 26. November im Kulturwerk Rahlstedt. Öffnungszeiten mittwochs, donnerstags und samstags von 11-13 Uhr.
Eintritt: frei, Anmeldung nicht erforderlich.

Julia Kock chante „PIAF“

Es geht um das Verliebtsein, um rare Glücksmomente, um Zweisamkeit.1994 übernimmt Julia Kock die Hauptrolle im Stück „Edith Piaf – Revue eines Lebens“ im Schmidt-Theater und Schmidt’s Tivoli Hamburg, später in Düsseldorf. Das ist der Beginn einer grandiosen Erfolgsstory, die jahrelang für stets ausverkaufte Häuser sorgt. Dieses Programm ist nun, zusammen mit dem Akkordeonisten Frank Grischek, wieder neu aufgenommen.

Julia Kock singt Edith Piaf! Gekonnt führt sie ihre Stimme durch weltbekannte Chansons wie „Milord“, „Je ne Regrette Rien“ und „La Vie en Rose“, immer präzise, immer einfühlsam und verzaubernd. Zum unsterblichen Mythos gehört Édith Piafs kompromissloser Lebensstil und ihr Aufstieg aus der jämmerlichen Armut der Pariser Straßen zur Grande Dame des Cabarets – grandios verkörpert von Julia Kock. Mal gibt sie sich intensiv, gar heftig, dann wieder singt sie sanft von den kleinen, großen Leiden des Alltags.

Begleitet wird sie vom Akkordeonisten Frank Grischek, der in einzigartiger und gekonnter Weise Melodien aus seinem Instrument perlen lässt, mal wuchtige Klänge aber auch solche, als hauche er die Tasten nur an.Mitten ins Herz treffen Julia Kock mit ihrem Gesang und ihren einfühlsamen Rezitationen und Akkordeonist Frank Grischek mit seinem Spiel – fast so, als wäre die Piaf niemals von uns gegangen… (Dauer: ca. 2 x 45 Minuten mit Pause)

Die Theaterveranstaltung ist am 3. November um 19.00 Uhr in der Parkresidenz Rahlstedt.

#seeforfree: Freier Eintritt in mehr als 30 Museen am 31. Oktober

Noch nie waren so viele Museen, Ausstellungshäuser, Lern- und Gedenkorte dabei, wenn es am Tag der Reformation heißt: #seeforfree – freier Eintritt. In mehr als 30 Häusern erwartet die Besucherinnen und Besucher wieder ein vielfältiges Programm mit Führungen, Lesungen und Mitmachaktionen für die ganze Familie und in verschiedenen Sprachen. Informationen zu allen teilnehmenden Häusern und dem Begleitprogramm gibt es unter www.seeforfree.de. Und unter www.seeforfree.de/meine-tour können sich Interessierte ihre individuelle Museumstour für den 31. Oktober zusammenstellen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „In Hamburg ist der Tag der Reformation auch der Tag der Museen. Dieses Jahr sind so viele Häuser bei seeforfree dabei wie noch nie. Neben den staatlichen Museen öffnen auch immer mehr private Ausstellungsorte bei freiem Eintritt ihre Türen. Mit dem extra für diesen Tag entwickelten Begleitprogramm machen die Häuser ihre Ausstellungen auf ganz unterschiedliche Weise erlebbar. Alle sind eingeladen, Kunst und Kultur zu entdecken und bei Führungen in verschiedenen Sprachen, Mitmachangeboten für Kinder oder Lesungen tiefer in Hamburgs vielfältige Museumslandschaft einzutauchen. So machen wir den Tag der Reformation in Hamburg zu einem echten Tag der Auseinandersetzung mit unserer Welt.“

Ob neu eröffnete Sonderausstellungen wie ATMEN in der Hamburger Kunsthalle, WHO’S NEXT? – Obdachlosigkeit, Architektur und die Stadt im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg oder ein Gang durch die umfangreichen Sammlungen in den Dauerausstellungen – die Möglichkeiten, den 31. Oktober in den Hamburger Museen und Ausstellungshäusern zu verbringen, sind vielfältig.

Auch in diesem Jahr bieten die Museen wieder Führungen in verschiedenen Sprachen an: Führungen auf Ukrainisch und Russisch gibt es im Altonaer Museum durch die Ausstellung „Von hier nach dort“ (11:15 Uhr und 10:30 Uhr) sowie im Museum für Bergedorf und die Vierlande zum Schloss als Wasserburg an der Bille (11:30 und 13:30 Uhr).

Englische Mitmach-Angebote und geführte Touren bieten das Altonaer Museum („Mein Hamburg“ – Mental Maps von Besucherinnen und Besuchern in der Säulenhalle mit Verlosung von 10:00 bis 16:00 Uhr, „Are maps neutral? A postcolonial perspective on cartography” um 13:00 Uhr), das Universitätsmuseum (A walk through the University Museum Hamburg um 12:00 und 14:00 Uhr), das Jenisch Haus („Snack“ The Jenisch Villa um 13:00 Uhr und „Snack“ Guided Tour „Chiffren einer Stadt“ um 17:00 Uhr), das Museum der Arbeit („How it all began“ um 14:30 Uhr) und das Hamburger Genossenschafts-Museum (History of the co-operative movement um 15:00 Uhr).

Im Museum der Arbeit gibt es neben englischen auch französische und spanische Highlight-Führungen (13:30 und 11:30 Uhr).

Plattdeutsch wird im Deutschen Hafenmuseum (im Aufbau) – Standort Schuppen 50A (Der Hafenarbeiter. Der Arbeitsalltag im Hamburger Hafen von 10:00 bis 17:00 Uhr), im Freilichtmuseum Rieck Haus (Buur Ernie vertellt von 11:30 bis 17:00 Uhr) und bei der Stiftung Hamburg Maritim (Märchen von Schiffern und Fischern (für Klein und Groß) auf dem Besan-Ewer JOHANNA um 15:00 Uhr) geschnackt.

Führungen in Deutscher Gebärdensprache für Klein und Groß gibt es im Altonaer Museum („wunderkammer. Staunen, Sammeln und Spielen“ um 13:00 Uhr) und in der Hamburger Kunsthalle (VIERMALVIER / FOURTIMESFOUR um 16:00 Uhr).

Angebote für blinde und seheingeschränkte Menschen und deren Begleitung bieten das Archäologische Museum Hamburg (Anfassen erlaubt, an der Mitmach-Station von 12:00 bis 16:00 Uhr) und das Altonaer Museum (Museum zum Anfassen um 11:30 Uhr).

Folgende Museen bieten am Tag der Reformation freien Eintritt:

Altonaer Museum

Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg

Artstadt

Bargheer Museum

Bucerius Kunst Forum

Computer-Museum der Universität Hamburg

Deichtorhallen Hamburg

Deutsches Hafenmuseum (im Aufbau) – Standort Schuppen 50A

Deutsches Zusatzstoffmuseum

Freilichtmuseum Rieck Haus

Gedenkstätte Bullenhuser Damm

Gefängnismuseum Hamburg

Geschichtsort Stadthaus

Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg

Hamburger Genossenschafts-Museum

Hamburger Kunsthalle

Hamburger Schulmuseum

HSV-Museum

Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Jenisch Haus

KomponistenQuartier Hamburg

Kunsthaus Hamburg

KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Medizinhistorisches Museum Hamburg

Museum am Rothenbaum – MARKK

Museum der Arbeit

Museum für Bergedorf und die Vierlande

Museum für Hamburgische Geschichte

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Museum Mahnmal St. Nikolai

Sammlung Falckenberg / Phoenix Fabrikhallen

Stiftung Hamburg Maritim:

Museumsschiffe „Schaarhörn“, „Bleichen“, „Fairplay VIII“ und “Johanna“

Universitätsmuseum

vor—gänge. museum für alternative stadt