Archiv für den Monat: August 2025

Zukunft nimmt Gestalt an: Der LIFE Campus Hamburg wächst

In der Werner-Otto-Straße in Bramfeld entsteht derzeit eines der spannendsten Bildungsprojekte Hamburgs: LIFE HAMBURG. Initiiert von Janina Lin und Benjamin Otto im Rahmen ihrer Holistic Foundation, wächst hier auf einem Gelände der Otto Group ein innovativer Lern- und Lebenscampus heran – mit dem Ziel, Bildung, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft völlig neu zu denken.

Der Baufortschritt ist sichtbar: Wie aktuelle Bilder zeigen, nimmt das Projekt nicht nur architektonisch Gestalt an, sondern bringt auch die Vision eines zukunftsweisenden Bildungsraumes konkret voran. Die offenen, lichtdurchfluteten Gebäude mit ihrer organischen Bauweise und der zentralen Agora als Herzstück des Campus versprechen einen Ort der Begegnung, des Lernens und der Entfaltung.

Eine Vision für ganzheitliche Entwicklung LIFE HAMBURG steht für mehr als nur Schulbildung. Fünf Themenfelder bilden die inhaltliche Grundlage des Konzepts: Lebenslanges Lernen – Beruf und Berufung – Umwelt – Gesundheit und Wohlbefinden – Gemeinschaft und Individualität.

Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds gemeinsam leben, lernen und arbeiten – generationenübergreifend, nachhaltig und offen.

Was erwartet Bramfeld ab 2026?
Mit der geplanten Eröffnung im Jahr 2026 hält eine Vielzahl
innovativer Angebote Einzug in unseren Stadtteil: Eine moderne Grund- und Stadtteilschule (Klassen 1–10). Eine Kindertagesstätte mit Fokus auf ganzheitliche Früh
förderung. Eine große Multifunktionshalle für ca. 600 Personen. Räume für Workshops, Vorträge und Kulturveranstaltungen. Kreativräume wie ein Foodlab, Makerspace und verschiedene Werkstätten. Sportflächen und ein einladendes Campus-Café.
Nachhaltige Architektur von Behnisch Architekten

Die renommierten Behnisch Architekten setzen bei der Gestaltung des Campus auf Nachhaltigkeit und Offenheit. Fliessende Übergänge zwischen Innen und Außen, innovative Verschattungssysteme und eine durchdachte Tageslichtführung sorgen für ein angenehmes, energieeffizientes Raumklima – ganz im Sinne einer umweltbewussten Stadtentwicklung.

Gemeinsam gestalten statt vorgesetzt bekommen
Was LIFE HAMBURG besonders macht, ist der partizipative Ansatz: Schon vor der Eröffnung werden Formate angeboten, bei denen Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen einbringen können. Der Campus soll kein abgeschotteter Bildungsort sein, sondern ein lebendiger Teil des Stadtteils – offen, wandelbar und gemeinsam gestaltet.
Dieses zukunftsweisende Projekt zeigt, wie Bildung, Nachhaltigkeit und soziale Teilhabe Hand in Hand gehen können. Man kann mit Überzeugung sagen: Dieser Campus wird ein Gewinn für Bramfeld – und für ganz Hamburg.
Weitere Informationen unter: www.life.hamburg

SRH führt freiwillige saisonale Laubtonne ein

Die Stadtreinigung Hamburg (SRH) führt ein neues Angebot ein: Haushalte mit einem hohen Laubaufkommen haben die Möglichkeit, eine Laubtonne mit einem Volumen von 770 Liter zu bestellen. Ab der kommenden Woche beginnt die entsprechende Abfuhr der Laubbehälter. Diese erfolgt in der Zeit vom 1. September bis zum 24. Dezember zweiwöchentlich. So können die Hamburger:innen anfallendes Laub komfortabel und günstig entsorgen und zukünftig auf die Kunststoff-Laubsäcke verzichten.
Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Die neuen Laubtonnen der Stadtreinigung sind ein wirklich tolles zusätzliches Angebot. Jede Laubtonne kann pro Saison bis zu 80 Laubsäcke aus Kunststoff einsparen. Wenn Sie also ein großes Laubaufkommen haben, kann ich dieses komfortable Angebot im Sinne der Umwelt nur empfehlen!“

Prof. Dr. Rüdiger Siechau, Geschäftsführer der SRH: „Ich freue mich sehr, unseren Kund:innen ein weiteres, praktisches Angebot machen zu können. Die Laubtonne bietet vor allem für Haushalte mit eigenem Garten und hohem Baumbestand eine komfortable und kostengünstige Möglichkeit der Entsorgung. Der 770 Liter-Behälter kommt auf vier Rollen und kann daher problemlos durch den Garten manövriert werden.“
Für eine Gebühr von 154,48 Euro wird die Laubtonne 14-täglich vom 1. September bis zum 24. Dezember entsorgt – pro Saison werden also acht Leerungen für jeweils rund 20 Euro durchgeführt. Für die optionale Abholung, Lagerung außerhalb der Saison und Neustellung entfallen zusätzlich 73,65 Euro. Die Laubtonne muss am Abfuhrtag um 6 Uhr an der Grundstücksgrenze zugänglich für die Mitarbeitenden der SRH bereitgestellt werden. Sie können eine Laubtonne über das SRH-Kundenportal buchen: https://meine.stadtreinigung.hamburg/portal. Weitere Informationen zur Laubtonne finden Sie unter www.stadtreinigung.hamburg/laubtonne.

Bisher erfolgt die Laubentsorgung entweder über die Biotonne oder die zwischen September und Dezember gebührenpflichtigen Laubsäcke der SRH (1 Euro pro Laubsack). Im Jahr 2024 wurden 430.000 Laubsäcke verkauft und insgesamt rund 4.000 Tonnen Laub eingesammelt. Mit dem neuen Angebot reagiert die SRH auf die Ergebnisse einer Kundenbedarfsanalyse: 60 Prozent der Kund:innen empfanden das Volumen der Biotonne während der Laubsaison als nicht ausreichend und 7,6 Prozent der Antwortenden gaben im Rahmen der Befragung an, an einem kostenpflichtigen Laubbehälter interessiert zu sein.

„Erster Rammschlag“ beim Lehrschwimmbecken Farmsen

A

m Hermelinweg in Farmsen entsteht auf dem ehemaligen Schulparkplatz ein neues Lehrschwimmbecken. Hier kann ab voraussichtlich Mitte 2027 das Schwimmen erlernt und ausgeübt werden. Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, der stellvertretende Bezirksamtsleiter Thorsten Baer und Maria-Dolores Töllner-Aguirre, Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit des Bezirksamtes Wandsbek, haben heute den symbolischen „ersten Rammschlag“ zelebriert. Das Lehrschwimmbecken ist für den Schwimmunterricht von Kindern und Jugendlichen sowie für die soziale Infrastruktur in Farmsen von großer Bedeutung. Investiert werden für Baukosten und Erschließung insgesamt rund 21 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Farmsen wächst – und mit ihm muss auch die soziale Infrastruktur Schritt halten. Es ist für unsere Gesellschaft essenziell, dass Kinder wohnortnah schwimmen lernen können. Deshalb war es uns ein großes Anliegen, den früheren Standort auf dem ehemaligen BFW-Gelände durch einen modernen Neubau zu ersetzen. Hier entsteht ein zukunftsweisendes Schwimmbad, das nicht nur energieeffizient ist, sondern auch vielen Generationen von Schwimmerinnen und Schwimmern eine hochwertige Ausbildung ermöglichen wird. Eine echte Bereicherung für Farmsen und den gesamten Bezirk Wandsbek.“

Thorsten Baer, stellvertretender Bezirksamtsleiter Wandsbek: „Mit dem „ersten Rammschlag“ ist nun der nächste Schritt zum Bau des neuen Lehrschwimmbeckens getan. Dies ist insbesondere der reibungslosen Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken. Natürlich wird die Bauzeit, trotz Ersatzmöglichkeiten, einen Einschnitt für die Nutzerinnen und Nutzer bedeuten. Ich bin aber zuversichtlich, dass ab Mitte 2027 wieder in einem nagelneuen und hochfunktionalen Lehrschwimmbecken das Schwimmen erlernt werden kann.“

Der Neubau wurde im Auftrag des Bezirksamts Wandsbek von Bäderland Hamburg GmbH koordiniert und wird mit höchstmöglichen energetischen Standards umgesetzt. Es werden 4 Schwimmbahnen mit einer Länge von jeweils 25 Meter entstehen. Die Gesamtinvestitionen am Standort belaufen sich auf 20,8 Millionen Euro. Neben dem Neubau eines Lehrschwimmbeckens werden Straßenbaumaßnahmen sowie die Verlegung einer Fernwärmeleitung durchgeführt. Gefördert wurde das Projekt mit rund 5,4 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen“, 15,4 Millionen Euro kommen von der Finanzbehörde.
Die barrierefreie Erreichbarkeit der Erich-Kästner-Schule wird während und nach der Bauphase durchgehend gewährleistet sein.

Neue Ausstellung: „Menschenbilder“ unter der Kuration von Andrea Rausch

Der KUNSTRAUM FARMSEN im VHS-Zentrum Ost im Berner Heerweg 183 präsentiert ab dem 10. September die neue Ausstellung „Menschenbilder“ der Künstlerinnengruppe „Malrausch“.

In der Ausstellung „Menschenbilder“ präsentieren zehn Künstlerinnen der Gruppe ihre Werke. Sie erzählen vom Lebensalter, von Mensch und Tier, von Körperfragmenten und Mischwesen. Auf unterschiedlichste Weise setzen die Künstlerinnen sich mit dem Menschenbild auseinander und lassen ihre Ideen in realistische bis abstrakte Figurendarstellungen einfließen.

Unter der Kuration von Andrea Rausch entstand die Idee zu dieser Ausstellung. Andrea Rausch ist Künstlerin aus Hamburg. Sie studierte Kunst mit Schwerpunkt Malerei an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg sowie am Royal College of Art in London.

Die ausstellenden Künstlerinnen sind Susanne Bruder, Marion Canis, Cornelia Deutsch, Karen Freudenblum, Martina Gundelach, Renate Heer, Veronica Heinrich, Alice Schneider, Ilse Tetsch und Elisabeth Trudzinski.

Die Bilder der Gruppe „Malrausch“ sind vom 10. September bis zum 07. November 2025 im KUNSTRAUM FARMSEN im VHS-Zentrum Ost im Berner Heerweg 183 zu sehen, montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr.

Die öffentliche Vernissage findet am Mittwoch, 10. September 2025, um 19.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Wertvolle Lebensräume für Inekten über viele Jahre schaffen

 

Dass Insektenschutz wichtig für uns Menschen und das gesamte Ökosystem ist, hat sich längst herumgesprochen. Nur: Wie lassen sich neue, artenreiche Wildblumen-Oasen anlegen – und dann auch noch nachhaltig zum Blühen bringen? Der Biologe Tom Strobl, der sich auf den Schutz von Wildbienen spezialisiert hat, erläutert, wie nahezu jeder mit geringem Aufwand ökologische Vielfalt säen kann.

Die gute Nachricht ist: Es braucht gar nicht viel, um mit einer eigenen Blühfläche aktiv etwas für Wildbienen und andere Insekten zu tun. „Am besten geeignet sind eine Ecke im Garten oder ein großer Topf auf dem Balkon, eine hochwertige Wildblumen-Saatmischung und Geduld”, erklärt der Wildbienen-Experte Tom Strobl. Denn die Samen brauchen Zeit, um anzukommen: „Im ersten Jahr nach der Aussaat wächst an der Stelle eigentlich nur Beikraut wie Löwenzahn, das kurzgehalten werden sollte“, empfiehlt Strobl. Bis zum Herbst zeigten sich am Boden dann erste Blätter und Rosetten der aufgehenden Wildblumen. „Aus ihnen werden im darauffolgenden Frühjahr die ersten Blumen.” Das gelte übrigens für alle mehrjährigen Wildblumen, so Strobl.

Das Warten lohnt sich – auch für Bienen
Dafür haben „Wildblumengärtner“ aber auch länger etwas davon, und nicht nur sie: Sind die Kräuter und Blumen einmal am Standort angekommen – am besten in einer stabilen Pflanzengesellschaft mit anderen Arten –, dann blühen sie meist gleich mehrere Jahre lang. Das sei nicht nur optisch eine Bereicherung, betont Tom Strobl: Wildbienen und andere Insekten bohren etwa Löcher in abgestorbene, markhaltige Stängel, um dort ihre Eier abzulegen, wo sie überwintern.

Vier Tipps für Einsteiger:
Gute Mischung wählen: Start mit hochwertigen Mischungen (regional, genetisch vielfältig, ursprünglich, mit Früh-, Mittel- und Spätblühern).
Mehrjährigkeit bevorzugen: Viele Arten wie Witwenblume, Margerite & Co. blühen zuverlässig jedes Jahr.
Auch „wild“ braucht Pflege: Boden für Aussaat vorbereiten, regelmäßig Säuberungsschnitte durchführen und Beikraut entfernen, um Platz für langsamer wachsende Pflanzen zu schaffen.
Geduld mitbringen: Wildblumen sind langsam – aber treu. Wer sie einmal etabliert, hat viele Jahre Freude (und summende Gäste).

Der Biologe forscht dazu seit Jahren: Er ist Mitbegründer von Wildbiene + Partner, einem Start-up, das mit Unterstützung von Experten und einer inzwischen internationalen Community die Anlage neuer Lebensräume sowie die Verbreitung von Wildbienen-Nisthilfen vorantreibt und sogar ein wissenschaftliches Pflanzen-Monitoring betreibt. Im Rahmen ihrer 2022 ins Leben gerufenen Beegnetten-Initiative, bei der jedermann einen Beitrag zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität leisten kann, konnten Strobl und seine Mitstreiter bereits über 14.000 m2 wertvolle Blühflächen für Wildbienen und andere Insekten schaffen: „Wir erfassen, was dort wächst und blüht, welche Pflanzen besonders produktive Gemeinschaften bilden.“ Dabei beobachten Strobl und seine Mitstreiter auch deren Effekte auf Wildbienen: Welche Arten siedeln sich in der Nähe welcher Wildpflanzen an? „Das Monitoring hilft uns, jede Fläche wissenschaftlich fundiert weiterzuentwickeln – damit echte Wirkung für die Artenvielfalt entstehen kann.“
Saatgut ist nicht gleich Saatgut

Wie aber kommen Klein- und Hobbygärtner, Balkonbesitzer und Wildblumenfreunde nun an ihr Saatgut, um selbst eine Oase für Wildbienen anzulegen? „Es gibt inzwischen gute Mischungen mit bis zu 30 verschiedenen Pflanzenarten in einem Tütchen. Wer diese auf zwei bis drei Quadratmetern aussät, erhält mit der Zeit eine richtig bunte Blühfläche“, so Strobl von Wildbiene + Partner. Er empfiehlt allerdings, bei der Wahl der Mischung Wert auf Qualität zu legen: Eine Wiesenblumen-Mischung aus dem Supermarkt macht noch lange keine ökologisch wertvolle Wildblumenwiese.

Strobl achtet bei der Auswahl von Saaten für die Anlage neuer Blühflächen darauf, dass sie regional gewonnen und daher an den Standort angepasst, genetisch vielfältig und ursprünglich sind sowie zeitlich versetzt zur Blüte kommen – also Früh-, Mittel- und Spätblüher enthalten. Die sorgfältige Auswahl und ein bisschen Pflege zahlen sich für Insekten und Betrachter aus: Durch eine bunte Blütenpracht, die von Frühjahr bis Herbst Nahrung für Insekten bietet. „Schon eine einzige Blume kann für viele verschiedene Insekten wertvoll sein“, betont Strobl.
Foto: James Michael Saxon Young. Weitere Informationen finden Sie unter https://wildbieneundpartner.de/.