Archiv für den Monat: August 2018

59 Jungstörche in Hamburg

Die Brutsaison der Hamburger Störche verlief erfolgreich, davon konnte sich heute auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher überzeugen. 23 Storchenpaare mit insgesamt 59 Jungtieren zählte der NABU – ein gutes Ergebnis, das die 46 Jungstörche aus 2017 deutlich übertrifft. Dabei sah es zu Beginn der Brutsaison sogar danach aus, dass es noch mehr werden könnten. „32 Storchenpaare haben im Frühjahr mit der Brut begonnen, drei mehr als im Vorjahr“, berichtet Jürgen Pelch, ehrenamtlicher Storchenbetreuer beim NABU Hamburg. „Die ungewöhnlich warmen Temperaturen der letzten Wochen und der Starkregen an Himmelfahrt haben den Störchen aber zu schaffen gemacht.“ Durch die lang anhaltende Trockenheit ist die Nahrung für Störche knapp geworden. Als Folge wurden mehrere Jungstörche aus dem Nest geworfen, da die Eltern sie nicht ausreichend versorgen konnten. Die Nahrungsknappheit führte auch zu heftigen Revierkämpfen, bei denen mehrere Eier zu Bruch gingen. Bei neun Storchenpa! aren gab es deshalb keinen Bruterfolg in diesem Jahr.

Mit dem guten Brutergebnis zeigt sich die Hamburger Storchenpopulation stabil. Das freute auch Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher, der sich vor Ort selbst ein Bild machte: “Der Senat unterstützt das Engagement des NABU in konkreten Projekten wie beim Schutz der Weißstörche. Die Stadt hat weitere Feuchtwiesen als neue Naturschutzgebiete ausgewiesen und damit unter anderem mehr Lebensraum für besondere Tierarten wie die Störche geschaffen.“ Begleitet wurde der Bürgermeister von Alexander Porschke, dem 1. Vorsitzenden des NABU Hamburg, und von der Buchautorin und Radiomoderatorin Ombeni Stickdorn-Ngonyani, die der NABU als neue Schirmherrin des Hamburger Storchenschutzes vorstellte.

Für Alexander Porschke ist das gute Brutergebnis auch ein Erfolg des Naturschutzes: „Der NABU Hamburg setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt der Feuchtgebiete ein, dem Lebensraum der Weißstörche. Das ist mehr denn je notwendig, denn diese Gebiete werden durch die Agrarindustrie und durch zunehmende Bebauung immer mehr zerstört.“ Neben den Blick auf die diesjährigen Jungstörche gab es auch bei den „Internetstars“ des NABU Hamburg gute Nachrichten: Das neue Paar, das die Nachfolge der bekannten Störche „Rolf“ und „Maria“ antritt, erhielt nun offiziell die Namen „Fiete“ und „Erna“. Ihr gemeinsamer Nachwuchs wurde „Renate“ und „Ingo“ benannt, nach dem Hofeigentümer-Ehepaar Ingo und Renate Grundmann. Naturbegeisterte Internetnutzer können die Storchenfamilie unter www.NABU-Hamburg.de/storchenwebcam live beobachten. Foto: NABU/M. Sommerfeld

So heilen Wunden besser

Welche Wundversorgung verspricht die besten Ergebnisse? Experten der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung (DgfW) raten in ihrer aktuellen Behandlungs-Leitlinie zum Prinzip der „feuchten Wundheilung“. So behandelte Wunden sollen schneller, schmerzfreier und besser verheilen – und das bei deutlich reduziertem Narben-Risiko.

Jede Wunde sollte schnell und möglichst narbenfrei heilen. Als optimal sowohl zur Behandlung akuter Schnitt-, Kratz- oder Schürfwunden als auch zur Versorgung chronischer Wunden gilt heute das Prinzip der „feuchten Wundheilung“. Als ein Mittel der Wahl hat sich dabei ein „hydroaktives Gel“ bewährt – ein innovatives Wundheilungs-Gel, das die Wunde feucht und kühl hält, zugleich aber den zur Wundheilung unverzichtbaren Sauerstoff durchlässt und im Gegensatz zu herkömmlichen Salben nicht mit der Wunde verklebt.

Warum feuchte Wundbehandlung?

Allzu häufig werden Wunden noch immer allein mit einem Pflaster oder Verband bedeckt. Die Wunden trocknen aus, Wundschorf entsteht. Unter dieser harten Kruste können sich zum einen Bakterien einnisten und zu Entzündungen führen, zum anderen besteht bei jedem Verbandswechsel das Risiko, die empfindliche, gerade neu gebildete Haut wieder aufzureißen. Häufig kommt es dabei zu störender Narbenbildung. Auf einer feucht gehaltenen Wund-Oberfläche hingegen können sich neu entstehende Hautzellen leichter ausbreiten, besser vernetzen und so die Wunde um ein Vielfaches schneller schließen. Das Narben-Risiko ist dabei deutlich reduziert. Möglich ist dies mit einem von Hautärzten speziell entwickelten, hydroaktiven Wundheilungs-Gel, das seit kurzem auch in deutschen Apotheken erhältlich ist (MediGel, rezeptfrei). Das weiße und geruchlose medizinische Gel optimiert durch Zusatz von Eisen und Zink den Heilungsprozess, fördert gezielt die Gewebeneubildung, wirkt kühlend und sorgt zudem für eine nachhaltige Pflege der empfindlichen Wundränder. Um die sich neu bildenden und anfänglich noch sehr empfindlichen Hautzellen gegen mechanische Einflüsse zu schützen, empfiehlt es sich, die mit dem Gel behandelte Wunde mit einem Pflaster oder Verband abzudecken. Das feucht-haltende Gel verhindert bei Entfernen der Wundauflage ein schmerzhaftes Wiederaufreißen der neu gebildeten Hautschicht, da es nicht zur Verklebung mit der Wundoberfläche kommt. Das Risiko störender Narben ist so deutlich reduziert. Auf Grund der sehr guten Hautverträglichkeit ist eine MediGel-Wundbehandlung selbst für Säuglinge und Kleinkinder geeignet und sollte daher nach Meinung führender Experten in keiner Reise- oder Hausapotheke fehlen.