Archiv für den Monat: Januar 2015

Poesie in Wort, Bild und Musik

Foto ArnoldorgHanns Friedrich Arnold (Rezitation), Gudrun Adachi (Harfe), Leslie Leuzinger (Gitarre).  Hanns Friedrich Arnold fügt Ausdrucksmöglichkeiten aus seiner künstlerischen Tätigkeit als Rezitator und Fotograf zusammen. Zu den auf die Bildwand projezierten Fotografien liest er Texte der Weltliteratur von Echnaton bis Arp, welche die Aussage der Fotografien unterstreichen oder interpretieren und dadurch eine besondere, intensive Stimmung erzeugen. Gudrun Adachi und Leslie Leuzinger breiten an der Gitarre und der Harfe den romantischen Klangteppich aus.

TERMIN: 23. Januar um 19:30 Uhr im Kulturschloss Wandsbek.

Stadtteilkonferenz Wandsbek / Marienthal

Bei der ersten Stadtteilkonferenz in 2015 möchten wir uns mit der Frage beschäftigen, wie wir in Wandsbek  mit Geschichte umgehen. Einen Tag nach seinem 200. Todestag werden wir uns u.a. mit dem Schaffen und Nachwirken des Dichters und Journalisten Matthias Claudius beschäftigen. Darüber hinaus warten weitere spannende Themen auf Sie. Die aktuelle Tagesordnung werden wir zeitgerecht unter www.kulturschlosswandsbek.de veröffentlichen.

TERMIN: 22. Januar um 18:30 Uhr im Kulturschloss Wandsbek.

England, Amerika und die See

WSO und Chor  2014 Schöpfung.kompr._DSC 4623-28Konzert mit Solisten und dem WSO. Zu berühmten anglo-amerikanischen Komponisten greift das Wandsbeker Sinfonieorchester (WSO) in seinem nächsten Konzert am Montag, 23. Februar, 19 Uhr, im Konzertsaal der Rudolf Steiner Schule Rahlstedter Weg 60 (U-Farmsen). Schüler haben diesmal kostenfreien Eintritt.

Unter der Leitung  seines früheren und jetzt Gastdirigenten Tobias Engeli, Kapellmeister in Leipzig, begleitet das Orchester die renommierte Gesangssolistin Kerstin Descher vom Augsburger Theater. Sie bringt die Sea-Pictures von Edvard Elgar zu Gehör. Der junge und talentierte Schlagzeuger Sönke Schreiber aus Hamburg interpretiert auf dem Marimbaphon, das virtuose, bisher kaum aufgeführte Konzert von Anders Koppel für dieses Instrument. Das Marimbaphon sieht aus wie ein überdimensionales Xylophon, nur dass es zudem viel voller klingt.

Auch Benjamin Britten befasst sich in seiner Oper „Peter Grimes“ mit der See. Seine Four Interludes – vier Zwischenspiele sind ein besonders Erlebnis, ebenso wie Ein Amerikaner in Paris, die musikalisch hinreißende Reisebeschreibung  von George Gershwin im Swingstil. Das Zugabestück wollen die Musiker noch nicht verraten…

Das Wandsbeker Sinfonieorchester ist das Repräsentationsorchester der Hamburger Volkshochschule und probt in der Karl-Schneider-Halle im VHS-Zentrum Berner Heerweg. Kooperationspartner ist diesmal der Bürgerverein Farmsen-Berne.

Wegwerfen? Denkste ! – 2. Repair Cafe in der Tafö Wandsbek

Es gibt immer eine Alternative:  Nach diesem Motto trafen sich fast 70 Menschen aus dem Stadtteil mit kaputten Heckenscheren, Kaffeemühlen, Fahrrädern, Wäscheständern, Computern und vielem mehr auf 12 freiwillige Reparaturexperten beim ersten Repair CVafé im November vergangenen Jahres  in den Räumen der Tafö Wandsbek.

Aber das wichtigste:  Gut 60 Gäste und sicherlich noch einige mehr sind in freudiger Erwartung auf das nächste Repair Café in der Von-Bargen-Straße 18, das am Samstag, den 24.Januar 2015  in die zweite Runde – wieder von 14-17h – gehen soll.  Diesmal nicht nur mit Frank Hellbergs  engagiertem Kollegenteam und den freiwilligen Reparaturexperten, sondern auch mit aktiver Hilfe der Tafö-Beschäftigten, die den Kuchen nicht nur selber backen sondern gern auch ausgeben wollen, die wieder mit auf- und abbauen werden – und einfach auch teilhaben wollen an einem gemütlichen Reparaturtreff im Viertel mit Herz und Verstand.

Die Idee, etwas gegen die sog. Wegwerfgesellschaft zu unternehmen, kaputte Gegenstände oder Kleidungsstücke vielleicht erst mal einfach und schnell zu reparieren anstatt gleich wegzuwerfen und neu zu kaufen, entstand 2007 in Holland und verbreitet sich seit einigen Jahren nun auch  erfolgreich in Deutschland : „Im Repair Café lernen Menschen, Gegenstände auf andere Weise wahrzunehmen. Und sie ganz neu wertzuschätzen: Das Repair Café trägt zu einer Mentalitätsveränderung bei. Das ist dringend nötig, wenn Menschen für eine nachhaltige Gesellschaft eintreten sollen“ – so ist es auf der homepage nachzulesen  ( http://repaircafe.org/de/was-ist-ein-repair-cafe/ )

In Hamburg gibt es  diese Einrichtung bereits in mehreren Stadtteilen, so z.B. in Sasel, in Altona, in Bergedorf und Eidelstedt – und nun also auch in Wandsbek.

Matthias Claudius (1740-1815) – Ein Doppeljubiläum für den Wandsbeker Boten

  • Portrait_claudius„Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ Ein Ratschlag, den möglicherweise manch einer in seinem Poesiealbum oder auf einem Kalenderblatt wiederfindet. Und auch der Satz „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“ ist ein beliebtes Zitat, wenn es ums Reisen geht. Nur dass beides aus derselben Feder stammt wie das „Abendlied“ mit der bekannten Anfangszeile „Der Mond ist aufgegangen“ – beim Lesen summt man unwillkürlich die von Johann Abraham Peter Schulz komponierte Melodie mit – das wissen die wenigsten. Die Rede ist von Matthias Claudius.

    Doch Matthias Claudius, der im Jahr 2015 ein Doppeljubiläum –200. Todestag und 275. Geburtstag – begeht, hat mehr als nur Kalendersprüche zu bieten: Er war Journalist, Dichter, Schriftsteller, Übersetzer und Redakteur.

    Eigentlich sollte Claudius, der am 15. August 1740 im Holsteinischen Reinfeld geboren wurde, eine ganz andere Laufbahn einschlagen und der Familientradition folgend Pastor werden. 1759 geht er nach Jena, um Theologie zu studieren, wechselt aber kurz darauf zu Jura und Kameralistik. Dort kommt es zu ersten Beschäftigungen mit deutscher Literatur und er wird Mitglied der „Teutschen Gesellschaft“. 1762 kehrt er nach der damals üblichen Studiendauer, aber ohne jegliche berufliche Perspektive in seinen Heimatort zurück.

    1764/1765 wird Claudius Sekretär von Graf Ulrich Adolph von Holstein in Kopenhagen und lernt u. a. Friedrich Gottlieb Klopstock kennen. Nach diesem kurzen Auslandsaufenthalt zieht es ihn abermals zurück in sein Elternhaus, bis er 1768 Redakteur der „Hamburgischen-Addreß-Comtoir-Nachrichten“ in Hamburg wird. Obgleich seine Aufgabe vornehmlich im Sammeln von Börsenberichten und Verfassen von Schiffsmeldungen besteht, versucht er, dem Blatt mit Gedichten und Prosabetrachtungen eine eigene Note zu geben. Doch für dergleichen Extravaganzen ist der Verleger P. A. Leisching, ein Vetter Klopstocks, nicht zu haben und Claudius verliert seine Stelle.

    Dafür wird er mit Jahresbeginn 1771 Redakteur des „Wandsbecker Bothen“, einer vom Wandsbeker Gutsherrn Baron von Schimmelmann initiierten neuen Zeitung. „Der Wandsbecker Bothe“, Claudius übernimmt den Titel sogar als Pseudonym, wird weit über die Landesgrenzen bekannt. Namhafte Größen der Epoche – Goethe, Herder, Lessing, Voß und Klopstock, um nur einige wenige zu nennen – liefern Beiträge.

    Das Blatt wird zwar 1775 nach gerade einmal fünf Jahren wieder eingestellt, gleichwohl bleibt Matthias Claudius dem idyllischen Wandsbek, das nur etwa eine Wegstunde von Hamburg entfernt liegt, treu. Wandsbek wird – mit Ausnahme einer weiteren kurzen Episode in Darmstadt (1776/77) – sein Lebensmittelpunkt. Hier lebt er mit seiner Frau Rebekka und der stetig anwachsenden Kinderschar und hier wird er begraben.

    Nun gilt es, und das natürlich nicht nur im Jubiläumsjahr, an Matthias Claudius zu erinnern und seine Schriften lebendig zu halten: Eine Aufgabe, die die Claudius-Gesellschaft e. V. seit ihrer Wiedergründung in 1970 verfolgt. Dabei hat sich im Lauf der Jahre aus einer kleinen Liebhaber-Gemeinde, die es schon seit 1948 gab, eine überregionale literarische Gesellschaft entwickelt. Hauptziel der Arbeit ist die Vermittlung eines möglichst objektiven Claudius-Bildes. Denn gerade die neuere Forschung zeigt auf, dass die verbreiteten Klischees nicht haltbar sind und weder der Person noch dem Gesamtwerk gerecht werden, so u. a. nachzulesen in den „Jahresschriften“, die der langjährige Vorsitzende der Gesellschaft Dr. Reinhard Görisch (Marburg) seit 1992 herausgibt. Als Einstieg für Claudiusfremde ist sein Buch „Matthias Claudius oder Leben als Hauptberuf“ zu empfehlen. Weitere im letzten Jahr erschienene Publikationen von Mitgliedern der Gesellschaft sind „Matthias Claudius. Biographie eines Unzeitgemäßen“ von Prof. Martin Geck und „Matthias Claudius. Asmus, Andres, Görgel und Wandsbecker Bote“ von Michael Pommerening. Und immer wieder gut zu lesen mit vielen Querverweisen zum Claudius-Umfeld ist die Biographie von Annelen Kranefuss von 2011.

    Zwei von der Claudius-Gesellschaft e. V. in 2015 geförderte Projekte sind am:

    Freitag, 23. Januar 2015 um 19:30 Uhr (Der Eintritt ist frei) – Christuskirche Wandsbek-Hamburg, Schlossstr. 78

    Amaryllis Quartett

  • mit Lena Wirth und Gustav Frielinghaus (Violine), Lena Eckels (Viola) und Yves Sandoz (Violoncello) sowie Ulrike Meyer (Sopran) und Gerd Jordan (Klavier).

    Neben Werken für Streichquartett von Claudius-Zeitgenossen (u. a. Joseph Haydns „Vogelquartett“) und einem Block mit Claudius-Liedern verschiedener Komponisten wird nach der Pause „Der Tod und das Mädchen“ (Nr. 14 d-Moll, op. post) von Franz Schubert erklingen.

    Dienstag, 27. Januar 2015 um 19:30 Uhr –  Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38 (Kartenreservierung unter Tel. 040 / 22 70 20 11)

    »Am Himmel hell und klar« Die Lyrikerin Nora Gomringer porträtiert Matthias Claudius, dabei ist Bekanntes und weniger bekanntes zu hören.

Der Schneemann

20.1.2015-Theater für KinderEin Winter-Schnee-Eis-Sonnen-Stück von und mit Andrea Schulz vom Moving Puppets Theater.
Es hat kräftig geschneit. Der Rabe Krah hat alle Flügel voll zu tun, die Post auszutragen. Das ist im Winter gar nicht so einfach. Krah hat seiner Freundin Mira, wie jedes Jahr vom ersten Schnee, einen großen Schneemann gebaut. Aber dieser Schneemann ist irgendwie anders… Es geht um die Macht der Sonne, ein kluges Schneeflöckchen und um einen hungrigen Hasen. Für Kinder ab 3 Jahren. Das Stück hat eine Länge von ca. 45 Minuten.

Theater für Kinder am 20. Januar um 10.00 Uhr im Jenfeld-Haus.

 

Amaryllis Quartett

Gustav Frielinghaus, Lena Wirth, Lena Eckels und Yves Sandoz bringen F. Schubert – Streichquartett in d-Moll („Der Tod und das Mädchen“) und den Quartettsatz c-Moll sowie von M. Ravel das Streichquartett in F-Dur.

Spätestens seit dem Gewinn des Finalisten-Preises beim Premio Paolo Borciani 2011 in Reggio emilia und nach dem Gewinn des 1. Preises und des Monash University Grand Prize in Melbourne kann sich das Amaryllis Quartet zu den führenden Streichquartetten ihrer Generation zählen.

Das Konzert ist am 23. Januar um 19.30 Uhr in der Christus-Kirche Wandsbek.

Ich bin das ganze Jahr vergnügt

Foto Duo Dreiklang Christiane und Claudia Lux Mai 2014 CIMG3913Musikalisch-literarische Reise durch das Jahr mit Claudia Lux & Duo Dreiklang. Claudia Lux ist Historikerin, Musikerin und Autorin. Ihre humorvollen Texte sind gleichermaßen zum Schmunzeln und zum Nachdenken. Christiane und Claudia Lux sind zusammen das Duo Dreiklang. Mit Klavier oder a cappella singen sie Volkslieder aus drei Jahrhunderten, Schlager der 50er, 60er und 70er Jahre, anspruchsvolle Kunstlieder und bekannte Melodien aus Oper, Operette und Musical – Mitsingen erlaubt!

TERMIN: 18. Januar um 16:30 Uhr im Kulturschloss Wandsbek.

Oh Mann inne Tünn!

Jochen WiegantJochen Wiegandt singt und erzählt Geschichten von See, von „em un ehr“, von Spökenkiekerei und Seemannsgarn! Seit langem ist er unseren schönen alten Hamburg-Liedern und -Geschichten verpflichtet: „Wenn wir sie nicht bewahren, neu bearbeiten und aktuell herausgeben, sind sie bald vergessen und verschollen! Und gerade in einer Zeit wachsender Globalisierung und kultureller Verflachung sollten wir ein besonders Augen- und Ohrenmerk auf unsere regionalen Besonderheiten haben“. So begreift sich Jochen Wiegandt als „Geschichten-Jäger“ und „Lieder-Sammler“. Das Sammeln und Bewahren ist seine Leidenschaft, denn – so Wiegandt: „Tradition ist nicht die Bewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers!“ Bei uns können Sie die gefundenen Schätze mit ihm teilen.

Das Konzert ist am 17. Januar um 19:30 Uhr im Kulturschloss Wandsbek.

40 Tage durch Marokko

Vortrag MarokkoMAROKKO – klingt irgendwie fremdländisch, orientalisch, mindestens aber aufregend. In rund 40 Tagen und 4.600km lassen die kontrastreichen Landschafts- und Lebensformen die Neugier des Reisenden nicht zur Ruhe kommen. Der Zuschauer wird mitgenommen auf eine faszinierende Rundreise, die vom Atlantik bis in die Sahara, vom Hochgebirge hinab in die flachen, aber auch canyonartigen Täler führt. Leichsenring verließ dabei oftmals ausgetretene touristische Pfade und tauchte ein in das alltägliche Leben des Landes.