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Profit oder Pflege – bleiben Krankenhauspatienten auf der Strecke?

Podiumsdiskussion zur Frage, wie die Interessen von Patienten und Gesundheitsindustrie im Krankenhaus vereinbart werden können, diskutieren:

Martin Schäfer, Gesundheitspolitischer Sprecher der SPD Bürgerschaftsfraktion               

Christine Goewe, Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Hamburg

Katharina Ries-Heidtke, Asklepios-Kliniken, Betriebsratsvorsitzende

Christoph Kranich, Verbraucherzentrale

Jeder Vierte ist statistisch betrachtet einmal im Jahr Patient im Krankenhaus. Dort diktiert harter Wettbewerb die Versorgung. Die Zahl der Betten und die durchschnittliche Liegezeit müssen reduziert werden, so die politische Vorgabe.

Was bedeutet das für die Patienten? Viele beklagen eine Abnahme persönlicher Zuwendung durch Pflegepersonal und Mediziner als Folge von Arbeitsverdichtung und Personalabbau. Mit einem 2003 eingeführten Abrechnungssystem erhalten Krankenhäuser diagnoseabhängige Fallpauschalen. Die Verlockung ist groß, die Behandlung nicht nur nach dem Patientenwohl, sondern auch nach der Erstattungspauschale auszurichten. Im Dezember veröffentlichte die AOK ihren Krankenhausreport 2013: um 130%  stieg die Zahl der  Wirbelsäulenoperationen zwischen 2005 und 2011- Folge falscher Anreize?

Chefärzte erhalten mittlerweile wie Bänker Bonuszahlungen, z. B. für eine Steigerung der OP-Zahlen. Liegt das im Patienteninteresse? Medizinerorganisationen wehren sich bereits gegen die wachsende Gefahr, fragwürdige Behandlungen aufgrund wirtschaftlichen Drucks vornehmen zu müssen. Keine oder eine untergeordnete Rolle als Qualitätskriterium besitzt dagegen die Patientenzufriedenheit. Die Asklepios Klinik Wandsbek z.B. hat Hamburg weit die mit Abstand schlechteste Weiterempfehlungsrate, so die weiße Liste der  Bertelsmannstiftung, einem bundesweiten Vergleichsinstrument.

Die Geschäftsleitungen der Asklepios- sowie der Schön-Kliniken wurden als Diskussionsgäste zur Veranstaltung eingeladen, möchten jedoch nicht kommen. Das Gespräch leitet Alexander Weil vom Kulturzentrum Wandsbek e.V..

Die Podiumsdiskussion ist am Sonntag, 17. Februar um 10.30 Uhr im Kulturschloss Wandsbek, Königsreihe 4

 

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