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Neue Weichenstellung für Hamburgs Abfallwirtschaft

Immer mehr Hamburger Haushalte trennen ihren Müll und nutzen die grünen, blauen und gelben Wertstofftonnen. Von insgesamt 618.000 aufgestellten Mülltonnen sind mehr als die Hälfte Wertstofftonnen (330.000 Stück). Die Anzahl der grauen Restmülltonnen ist mit 288.000 Stück inzwischen deutlich geringer. „Die Hamburger Privathaushalte haben erkannt, dass man mit konsequenter Abfallvermeidung und Mülltrennung Gebühren sparen und dazu noch Umwelt und Klima schützen kann“,  stellt SRH-Geschäftsführer Prof. Rüdiger Siechau anlässlich der Veröffentlichung des SRH-Konzernberichtes 2012 fest: „Gegenüber 2011 haben die Hamburgerinnen und Hamburger 2012 rund 25.000 Tonnen (t) weniger Restmüll erzeugt. Seit 2007 sind es rund 80.000 Tonnen (t) weniger Restmüll.“ Die Stadtreinigung Hamburg wird daher demnächst auslaufende Entsorgungsverträge mit den Müllverbrennungsanlagen Borsigstraße (Vertragsende 28.02.2014) und Stapelfeld  (Vertragsende 31.12.2016) nicht verlängern, weil durch die immer bessere Mülltrennung künftig weniger Verbrennungskapazität erforderlich sein wird. „Wir nutzen jetzt die einmalige Gelegenheit, aus den bestehenden Verträgen auszusteigen und können deshalb unmittelbar auf die durch verstärkte Mülltrennung schrumpfende Restmüllmenge reagieren. Der Ausstieg aus den beiden MVA-Verträgen spart Geld, das dann für den weiteren Ausbau der Wertstoffwirtschaft  in und für Hamburg zur Verfügung steht“, kündigt Prof. Siechau an.

Abfallaufkommen 2012
Die Abfallbilanz der Stadtreinigung Hamburg zeigt, dass die seit  2011 laufende Recycling-Offensive bei den Hamburgern gut ankommt. Seit 1.1.2011 hat die Stadtreinigung die Zahl der grünen Biotonnen um 50.000 Stück (+ 88 Prozent) auf 107.200 Stück gesteigert. Bei den blauen Papiertonnen stieg die Zahl im gleichen Zeitraum um 25.100 Gefäße auf heute 139.100 blaue Tonnen.
2012 hat die Stadtreinigung Hamburg 93.200 t (2011: 92.900 t) Altpapier in blauen Papiertonnen und Depotcontainern sowie auf Recyclinghöfen und bei Gewerbetrieben gesammelt. Das sind 300 t mehr als noch in 2011. Noch deutlicher war der Anstieg der Bioabfälle aus grünen Biotonnen. Hier hat die SRH in 2012 mit 53.700 Tonnen (t) Bioabfällen die Mengen aus 2011 (rd. 43.200 t) um rund 24 Prozent gesteigert, gleichzeitig sind die Restabfallmengen (graue Tonne) im vergangenen Jahr um 24.700 t zurückgegangen. „Bessere Abfallvermeidung und unsere intensive Werbung für mehr Wertstofftrennung haben das Restmüllaufkommen Hamburger Privathaushalte seit 2007 um rund 80.000 Tonnen (t) vermindert. Das ist ein bemerkenswerter und unerwartet deutlicher Erfolg der Recycling-Offensive. Dabei ist das Potenzial von Wertstoffen im Restmüll noch längst nicht ausgeschöpft. Rund 75 Prozent, der heute noch in grauen Restmülltonnen ungetrennt entsorgten Abfälle, könnten wir recyceln, wenn auch diese Wertstoffe von den Haushalten in den angebotenen Wertstofftonnen gesammelt werden“, stellt Prof. Rüdiger Siechau fest.
Die von der SRH eingesammelte Abfallmenge insgesamt ist in Hamburg 2012 im Vergleich zu 2011 gesunken: Im vergangenen Jahr hat die Stadtreinigung Hamburg (SRH) rund 1.010.500 t Abfälle aus rund 885.000 Hamburger Wohnungen und über 100.000 Gewerbebetrieben zuverlässig und umweltgerecht entsorgt (-1,5 Prozent; 2011: 1.025.200 t). Einschließlich der in Hamburger Müllverbrennungsanlagen (MVA) behandelten rund 190.000 t Abfälle aus der Metropolregion, hat die SRH 2012 insgesamt rund 1.200.500 t Abfall (2011:1.233.000 t) umweltgerecht entsorgt. 99,9 Prozent dieses Abfalls wurde verwertet. Dabei nutzte die SRH rund 930.300 t Müll für die thermische Verwertung (Strom und Fernwärme) und gab 267.400 t Müll  in die stoffliche Verwertung als Recyclingmaterial. Rund 1.700 t Sperrmüll konnte direkt zur Wiederverwendung über die SRH-Gebrauchtwarenkaufhäuser „Stilbruch“ an Kunden abgegeben werden. Nur 1.100 t Abfälle (überwiegend Problemstoffe) konnten nicht verwertet werden und wurden in Spezialanlagen schadlos beseitigt.

Abfall als Rohstoffquelle und Energielieferant
Die Stadtreinigung Hamburg verwertet Abfall zu fast einhundert Prozent als Rohstoff- und Energiequelle. Alle von der SRH mit Abfällen belieferten Müllverwertungsanlagen (MVA) nutzen Abfall als Energiequelle zur umweltgerechte Erzeugung von Strom und Fernwärme. Bioabfall aus grünen Biotonnen verwendet die SRH gleich doppelt: Zunächst wird in einer der größten Biogasanlagen Deutschlands Bio-Methan erzeugt und ins Hamburger Gasnetz eingespeist. Nach der Gasgewinnung werden organische Reste kompostiert und der fertige Kompost als wertvoller Naturdünger verkauft. „Das Schließen von Stoffkreisläufen bei den nachwachsenden Rohstoffen bietet auch in einer Großstadt wie Hamburg noch enormes Potenzial für Hamburgs Energiewende“, sagte Prof. Rüdiger Siechau, „Gras aus Grünanlagen und von Deichen, Bioabfälle aus der Landschaftspflege oder sogar Pferdemist sind bestens für die Biogaserzeugung mit anschließender Kompostierung geeignet.“

Solides Ergebnis
Die Umsatzerlöse 2012 in Höhe von rund 340 Millionen Euro übertrafen die Umsatzerlöse des Vorjahres (2011: 338 Millionen Euro), trotz schlechter Marktpreise für Wertstoffe. Der Jahresüberschuss 2012 liegt mit 10,7 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahres (2011: 7,7 Millionen Euro). SRH-Geschäftsführer Prof. Rüdiger Siechau: „Die SRH ist ein gesundes Unternehmen. Nur so können wir unsere Ziele, nämlich keine Gewinnmaximierung, sondern eine verlässliche, umwelt- und klimagerechte Abfallverwertung für unsere privaten und gewerblichen Kunden in Hamburg zu fairen und stabilen Gebühren umsetzen.“

Nachhaltige Personalpolitik
Die Stadtreinigung Hamburg steht für eine verlässliche verantwortungsvolle Personalpolitik. Dazu gehört auch ein vorbildlicher Gesundheits- und Arbeitsschutz für 2.570 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die SRH bildet über den eigenen Bedarf hinaus aus. 57 Auszubildende (2011: 53), 8 Einsatzstellen für das Freiwillige Ökologische Jahr und 220 beschäftigte Schwerbehinderte (8,6 Prozent) zeigen, dass die SRH ihre gesellschaftspolitische Verantwortung ernst nimmt. SRH-Geschäftsführer Prof. Rüdiger Siechau: „Die SRH ist und bleibt ein wichtiger Arbeitgeber in Hamburg. Arbeitsmarktpolitisch bedeutsam ist auch die Beschäftigung von Menschen mit niedrigen Ausbildungsstandards. Unsere größte Herausforderung für die Zukunft ist die notwendige Anpassung an den demografischen Wandel. Das Durchschnittsalter aller Mitarbeiter liegt heute bei rund 46 Jahren mit steigender Tendenz. Wir arbeiten also daran, weiterhin ein attraktives Unternehmen für junge Menschen zu bleiben und unseren Nachwuchs zu fördern. Gleichzeitig kümmern wir uns um die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu sind eine Reihe von Projekten aufgelegt worden, mit denen Spätschäden als mögliche Folge der schweren körperlichen Arbeit von Müllabfuhr, Straßenreinigung und Sperrmüllabfuhr Rechnung verhindert werden sollen.“

Konzern- und Geschäftsbericht 2012
Der 98 Seiten starke Konzernbericht 2012 gibt einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der Stadtreinigung Hamburg und ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Anhand zahlreicher Daten und Fakten rund um die Abfallentsorgung, die Flächenreinigung und den Winterdienst vermittelt er einen leicht verständlichen Eindruck, wie die SRH als kommunales Unternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg verlässlich, krisensicher sowie klima- und umweltgerecht Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger Hamburgs erbringt. Der Geschäftsbericht 2012 kann bei der Stadtreinigung Hamburg per Mail an info@stadtreinigung-hh.de bestellt oder – wie alle Publikationen der SRH – auch von der Homepage der Stadtreinigung Hamburg http://www.stadtreinigung-hh.de heruntergeladen werden.

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