Mehr Recycling- als Restmülltonnen

Erstmals gibt es in Hamburg mehr grüne, blaue und gelbe Wertstofftonnen als schwarze Restmüllgefäße. Während die Zahl der schwarzen Restmüllgefäße seit Start der Recycling-Offensive 2011 um rund zwei Prozent (6.800 Gefäße) auf 286.500 Gefäße sank, stieg die Anzahl an Recycling-Tonnen kräftig. Heute stehen in Hamburg insgesamt rund 360.900 grüne, blaue und gelbe Wertstofftonnen den Bürgerinnen und Bürgern zur Mülltrennung zur Verfügung.

Mit einem Zuwachs von rund 61.800 Gefäßen (+ 108 Prozent) auf 118.600 Gefäße verzeichnete die Stadtreinigung Hamburg bei der grünen Biotonne die größte Nachfrage. Hier hat sich der Gefäßbestand seit 2011 mehr als verdoppelt.

Mit  rund 148.300 Gefäßen ist die blaue Papiertonne die am meisten genutzte Wertstofftonne. Seit 2011 liegt der Zuwachs bei 34.300 Gefäßen (+30 Prozent). Bereits vor Beginn der Recycling-Offensive war die blaue Papiertonne in Hamburg weit verbreitet, sodass die Zuwachsraten relativ zur Biotonne geringer sind.

Da in der gelben Hamburger Wertstofftonne und den gelben Säcken seit 2011 nicht nur Verpackungen sondern auch Haushaltgegenstände entsorgt werden können, die überwiegend aus Plastik oder Metall bestehen (sog. stoffgleiche Nicht-Verpackungen), haben viele Grundeigentümer dieses neue Angebot der Recycling-Offensive genutzt und sind vom gelben Sack auf die gelbe Hamburger Wertstofftonne umgestiegen. Zurzeit sind in Hamburg rund 94.000 gelbe Hamburger Wertstofftonnen aufgestellt.

Von den rund 915.000 Hamburger Haushalten haben heute 65 Prozent Zugang zu einer blauen Papiertonne. Knapp 50 Prozent nutzen eine grüne Biotonne oder kompostieren ihre Küchen- und Gartenabfälle auf dem eigenen Grundstück (rd. 3 Prozent). „Im laufenden Jahr ist es uns gelungen, auch viele zögerliche Vermieter von den Vorteilen einer konsequenten Mülltrennung zu überzeugen“, stellt SRH-Geschäftsführer Prof. Dr. Rüdiger Siechau fest, „aber das Potenzial ist gerade in der Hamburger Wohnungswirtschaft noch längst nicht ausgeschöpft. Hier werden wir unsere Überzeugungsarbeit jetzt intensivieren, damit die Umwelt und die Hamburger Mieterinnen und Mieter künftig von den finanziellen und ökologischen Vorteilen der Mülltrennung profitieren können.“