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Liebevolle Erinnerungen an Oma und Opa

„Wenn ein Kind eine Großmutter hat, die es von Herzen liebt, dann besitzt es ein Juwel, das durch nichts zu ersetzen ist“, schreibt Ingrid Kohl-Willmanns, eine Mitautorin des Buches „Mein zweites Zuhause bei Oma und Opa“ aus tiefer persönlicher Erfahrung. Die oft heiß geliebte Oma besaß etwas, was die modernen Omas heute oft nicht mehr haben: nämlich Zeit für die Familie und ganz besonders für die Enkelkinder.“

Mit seinen 26 neuen Zeitzeugen-Erinnerungen ist der dritte Band mit Großelterngeschichten nicht nur eine liebevolle Rückschau auf die Großmutter, sondern auch eine Liebeserklärung an den Großvater. Besonders, wenn dieser einen würdevollen Eindruck macht, wie der Opa von Fred Elstner, der als Zugführer über seinem Uniformrock einen roten Schultergurt trägt. Oder Ludwig Rosse, der in den 1920er Jahren als Hauptmann und Einziger mit schwarzer Kopfbedeckung die Kommandos in der Lassaner Schützenkompanie gibt. Marianne, seine Enkelin aus Berlin, ist sehr stolz auf ihn. Für sie gibt es nichts Schöneres, als von Schulbesuch und Schulaufgaben befreit zu sein, die Ferien bei den Großeltern an der Peene zu verbringen.

Ja, die lieben Großeltern! Was wäre eine Kindheit ohne sie? „Oma war meine kleine Welt“, schwärmt Gisela Neumann, die zwei unbeschwerte Kinderjahre der Nachkriegszeit bei der Großmutter in Wittenberge an der Elbe aufwuchs, während die Mutter in Hamburg arbeitete.

Mehr als hundert Jahre zurück führen die Geschichten in diesem Buch: Sie erzählen vom schönen Annerl aus München, das von einem Baron umschwärmt wird, vom geizigen pommerschen Urgroßvater, der seiner Frau ihre Leselust beim Schein der Petroleumlampe verübelte, und von den Geheimnissen eines alten Gartens, der die Erinnerungen an unbeschwerte Zeiten mit den Kindern und Enkeln bewahrt.

Der Großvater von Margit Kruse konnte es seiner ordnungs- liebenden Frau leider nie recht machen: So traf er sich mit Kollegen, die Tauben züchteten, draußen auf dem Hof. Aus hygienischen Gründen durfte er diesem Hobby nicht nachgehen. Die Wohnung der anderen Oma „war zum Wohnen da und nicht nur zum Anschauen. Ich musste nicht ständig Angst haben, ein Kissen umzustoßen oder einen Fettfleck zu hinterlassen.“

Dass ein 80er Geburtstag nicht immer nur mit Kaffee und Kuchen in einem netten Lokal gefeiert werden muss, liest man bei Marlise vom Hof. Bei dem lustig-bunten Grüppchen, das sich unter Lachen, Singen und Schieben in Lautertal das Felsenmeer vorwärts kämpft, handelt es sich um ein einzigartiges familiäres Ereignis, das keiner der Beteiligten so schnell vergessen wird.

Heitere und nachdenkliche, aber auch schmerzliche Erinnerungen an die Großeltern vereint dieses Buch, das wieder einmal beweist: In unserem Denken, Fühlen und Handeln leben die Großeltern in uns fort.

Mein zweites Zuhause bei Oma und Opa

Zeitzeugen erinnern sich an ihre Großeltern. Band 3. 192 Seiten mit vielen Abbildungen, Ortsregister. Taschenbuch, EURO 11,90    ISBN: 978-3-86614-274-9,  Zeitgut Verlag, Berlin. www.zeitgut.de

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