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Kulturschule – was bedeutet das eigentlich?

Die Stadtteilschule Altrahlstedt ist in punkto Kultur nicht gerade privilegiert: Rahlstedt bietet nur wenige kulturelle Highlights. Es gibt weder Kino noch Theater. Die großen Konzerte, Ausstellungen und Lesungen finden in der Innenstadt statt.

Insofern leben die Schülerinnen und Schüler von Altrahlstedt zum größten Teil fern von den großen Events. Nur über die Schule bekommen sie Zugang zu kulturellen Aktivitäten, zu Literatur und bildenden Künsten, zu Museumsbesuchen oder dem Spielen eines Instruments.

Ein guter Grund also, aktiv zu werden und den Schritt zur Kulturschule zu wagen: Die Stadtteilschule Altrahlstedt hat es sich zum Anliegen gemacht, den jungen Menschen den Zugang zu Kultur zu erleichtern und ihnen kulturelle Inhalte so lebensnah wie möglich zu vermitteln.

Als Einstieg in das Projekt ist ein Thema gewählt worden, das zunächst ungewöhnlich erscheinen mag: In den nächsten drei Jahren soll es an der Schule um Ess-Kultur gehen – ein Thema, in dem viel fächerübergreifendes und gesellschaftsrelevantes Potential liegt: gemeinschaftliches Kochen, der respektvolle Umgang mit Lebensmitteln, gesellschaftspolitische Fragen, ernährungswissenschaftliche Aspekte, Essformen und Etikette und nicht zuletzt künstlerische Projekte – spannende Ansätze für die Unterrichtsplanung.

Und noch ein zweites Kultur-Projekt hat die Schule in der Pipeline: Ein Roman wird geschrieben, der sich ganz sicher auch mit Ess-Kultur beschäftigen wird. Ein halbes Jahr lang befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Formen des literarischen Schreibens. Zur Seite steht ihnen dabei der Hamburger Schriftsteller Michael Weins, der sich mit seinem humorvollen Schreibstil und den leicht schrägen Figuren darauf versteht, Jugendliche anzusprechen. Ist das Buch fertig gestellt, wird es zum Abschluss im Literaturhaus vorgestellt werden. Selbstverständlich, dass auch die künstlerische Gestaltung des Covers in den Händen der Schülerinnen und Schüler liegt – im Fach Bildende Kunst.

Grundsätzlich werden Teamarbeit und gemeinsames Lernen an der Stadtteilschule Altrahlstedt groß geschrieben. Über den Tellerrand gucken, jeden Beitrag respektieren, Einfallsreichtum nutzen, Mut zum Ausprobieren und Umsetzen beweisen – das sind die Grundsätze der Zusammenarbeit, die hier gelten. Ein Prinzip, das auch bei der Gestaltung der Kulturschule zum Tragen kommen wird.

Gemeinschaftlich werden in allen Jahrgangstufen und Fächern Ideen entwickelt, wie das Thema Gestalt annehmen kann. Die Schüler formen ihre Kulturschule mit, sind aktiv dabei. Als Schaltstelle agiert ein Kulturteam, das sich aus Lehrern und Schülern zusammensetzt. Unterstützt werden die schulischen Aktivitäten von Kooperationspartnern aus dem Stadtteil, wie zum Beispiel dem Kulturwerk Rahlstedt und der Rahlstedter Keramikerin Elisabeth Gross . Auch Hamburger Künstler und Kulturschaffende begleiten die Projekte. Ziel ist, einen Austausch zwischen Schule, Stadtteil und Kulturpartnern zu initiieren und das kulturelle Leben in Rahlstedt aktiv mitzuprägen.

Im Übrigen ist die Stadtteilschule nicht erst seit der Nominierung zur Kulturschule aktiv in vielen kulturellen Bereichen:

• Es gibt einen sehr aktiven Theaterkurs, der auch schon mit eigenen Bühneninszenierungen bei Schulfesten aufwarten kann. Auch Gastspiele des White Horse Theatres gehören zum regelmäßigen Repertoire.

• Die Schülerzeitung „Old school news“ hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder hervorgetan und ist bei Wettbewerben der Hamburger Stadtteilschulen mit dem ersten und dritten Platz ausgezeichnet worden.

• Gesellschaftspolitisches Engagement zeigt die Schule mit der Pflege des Carlebachplatzes im Grindel-Viertel – ein Platz mit jüdischer Vergangenheit. Durch Kontakte zur jüdischen Gemeinde wird den Jugendlichen deutsche Geschichte begreifbar gemacht.

• Auch eine Hip Hop Gruppe hat sich etabliert: Seit einem Jahr tanzt die Hip Hop Gruppe mit Begeisterung unter der Anleitung von Teilnehmern der Hip Hop Academy Hamburg, die als Kooperationspartner gewonnen werden konnte. Bei Schulanfangs- und Abschlussfeiern hat die Gruppe ihr Können bereits erfolgreich unter Beweis stellen können.

• Gekocht wird übrigens auch: Eine Küche mit 12 Arbeitsplätzen steht für die Schülerschaft bereit.

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