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Geschlossene Gesellschaft

April 16 Foto Geschlossene GesellschaftJean-Paul Sartre (1905-1980), Philosoph und Autor des französischen Existentialismus, schreibt während des Zweiten Weltkriegs für eine befreundete Schauspielerin in kürzester Zeit ein 1944 in Paris uraufgeführtes Kammerspiel, das bis heute sein erfolgreichstes Stück geblieben ist.

Drei Personen werden von einem Hoteldiener (Christian Neef) nacheina­nder in eine Art Hotelzimmer geführt, das sich recht bald als ein Ort in der Hölle entpuppt. Garcin (Eddy Zacharias), ein Tapferkeit heuchelnder Journalist, wurde füsiliert beim Versuch zu desertieren. Inès Serrano (Dr. Britta Buth), eine lesbische Postangestellte, hatte den Ehemann ihrer Cousine getötet und diese in den Selbstmord getrieben. Sie selbst kam ums Leben, nachdem die Cousine in der gemeinsamen Wohnung den Gashahn geöffnet hatte. Die sehr auf Äußerlichkeiten bedachte Estelle Rigault (Filiz Wessolek) brachte ihr Kind um, woraufhin ihr Geliebter, der Vater des Kindes, Suizid beging. Estelle starb an einer Lungenentzündung. Diese Personenkonstellation wird von Sartre zu einem wahrhaft diabolischen Kammerspiel gestaltet, mit einem Schluß, der die geläufigen metaphysischen Vorstellungen der Hölle als einen geradezu munteren Gesellschaftsabend erscheinen läßt.

Jean-Paul Sartres Geschlossene Gesellschaft (Huis Clos) wird aufgeführt von der Theatergruppe PLATZ FREI, einem im Februar 2010 gegründeten Ensemble von ehemaligen Schülerinnen und Schülern des Faches Darstellendes Spiel, die sich, zum Teil nach anderthalb Jahrzehnten, unter der Leitung ihres pensionierten Spielleiters Winfried Siebert zusammengefunden haben. Nach Federico García Lorcas Tragödie Bernarda Albas Haus, der Komödie Und das am Montagmorgen von John B. Priestley und dem Szenen-Reigen Nabelschnüre von Michael McKeever ist dies die vierte Produktion des Ensembles.

Die Theatervorstellung ist am 8. April um 20.00 Uhr im Kulturzentrum Bürgerhaus Meiendorf.

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