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Erste Quartierserneuerung in Hamburg Eilbek 

Stromnetz Hamburg erneuert in Zusammenarbeit mit dem Multitechnik-Dienstleister SPIE als Generalübernehmer erstmals das Mittel- und Niederspannungsnetz innerhalb eines gesamten Stadtteils. Die Arbeiten vor Ort laufen seit November 2021

Das Umspannwerk Eilbek versorgt, vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, eine Fläche von ca. 3,75 km² mit über 4.000 Netzanschlüssen im Mittel- und Niederspannungsnetz. Das Stromnetz des Quartiers ist in Teilen mehr als 50 Jahre alt. Aus diesem Grund erfährt der Stadtteil Eilbek derzeit die erste umfängliche Quartierserneuerung im Stromnetz der Stadt Hamburg. Diese Herangehensweise ist neu und erfordert umfangreiche Planungen und Netzberechnungen, um die Versorgungssicherheit während der Bauphase sicher zu stellen.

Restrukturierung des Mittelspannungsnetzes

Im Einzelnen bedeuten diese Maßnahmen die Restrukturierung von 40 km Mittelspannungskabel (10 kV), 70 km Niederspannungskabel (0,4 kV), die Sanierung bzw. Grunderneuerung von 18 Netzstationen und 30 Kabelverteilerschränken sowie die Umsetzung eines Fernsteuerungskonzeptes im Verteilungsnetz der Stromnetz Hamburg. Die technischen Planungen laufen bereits seit März 2021. Die Baumaßnahmen begannen im November 2021 und enden voraussichtlich im August 2025. Bis dahin fließen 35 Millionen Euro in das Vorhaben.

„Das ist in Hamburg bisher einmalig. Noch nie zuvor haben wir in einer derartigen Größenordnung Erneuerungsmaßnahmen am Stromnetz vorgenommen. Eilbek ist unser Pilot für weitere Quartierserneuerung, die wir bereits im Hintergrund mit Hochdruck planen. Dabei ist uns die Vergabe mit Leistungen dieser Größenordnung in einer Hand besonders wichtig. SPIE hat die Generalübernehmerfunktion übernommen und ist für uns seit langer Zeit ein zuverlässiger Partner, mit dem wir bereits zahlreiche Arbeiten in allen Spannungsbereichen umgesetzt haben. Für uns ist es maßgeblich, einen Dienstleister an unserer Seite zu wissen, der dieses umfängliche Aufgabenspektrum mit allen technischen Ausführungen eigenverantwortlich umsetzt und als Gesamtmaßnahme zum Abschluss führt“, berichtet Thomas Volk, Geschäftsführer der Stromnetz Hamburg GmbH.

„Wir freuen uns sehr über diesen Auftrag und das Vertrauen von Stromnetz Hamburg, denn bei diesem außergewöhnlich umfassenden Projekt können wir die Bandbreite unseres Leistungsspektrums hervorragend einsetzen“, sagt Peter Pfannenstiel, Mitglied der Geschäftsleitung von SPIE Deutschland & Zentraleuropa und Geschäftsführer der SPIE SAG GmbH.

Zum Gesamtleistungspaket von SPIE gehören Planung, Tiefbauarbeiten und Netzmontagen, sowie die Grundsanierung der Netzstationen und Kabelverteilerschränke. In der ersten Phase werden die neuen Mittelspannungskabel in sechs Ringen verlegt und große Teile der Niederspannungskabel ausgetauscht. Mit diesen Arbeiten wurde im westlichen Teil Eilbeks, in der Neubertstraße, begonnen. Dort wurden bereits die Netzkabel unter dem Gehweg und 20 Hausanschlüsse erneuert. In der Uhlandstraße, Eilenau und Lenaustraße laufen zurzeit die Tiefbauarbeiten für die Erneuerung der Netzkabel. In einer zweiten Phase werden im 10 kV-Bereich die Netzstationen vom Ist-Netz in das Ziel-Netz umgeschwenkt.

Umsichtiges Vorgehen: Information der Anwohnenden und Baumschutz

Über 50 Personen arbeiten derzeit an dieser Maßnahme. Dabei wird insbesondere darauf geachtet, dass während der Arbeiten das bestehende Stromnetz funktionstüchtig und die Netzsicherheit gewährleistet bleiben. Auch wenn bei der Inbetriebnahme der neuen Leitungen temporäre Unterbrechungen der Stromversorgung unumgänglich sind, sollen sie möglichst kurzgehalten werden.

„Ich weiß das Projekt hier bei meinen Kolleginnen und Kollegen in sehr guten Händen. Wir setzen alles daran, die Quartierserneuerung für die Anwohnenden so verträglich wie möglich und so umsichtig wie geplant zu realisieren“, so Peter Pfannenstiel weiter.  

Bedeutend dabei ist der stetige Informationsfluss über die Maßnahmen, die sich in kontinuierlichen Anwohnerinformationen zum Projektfortschritt widerspiegeln. Eine besondere Herausforderung für die Arbeiten unter dem Gehweg ist zudem der große Baumbestand mit vielen alten Bäumen. In diesen Bereichen werden besondere Baum- und Wurzelschutzmaßnahmen getroffen, die ein speziell ausgebildeter Baumpfleger begleitet. 

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