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„DON’T STREU SALZ“

Ausstellung zum Thema Streusalz im Bezirksamt Wandsbek.  „DON’T STREU SALZ“ – so lautet die Botschaft einer Kampagne der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) in Kooperation mit der Stadtreinigung Hamburg, mit der daran erinnert wird, dass der Einsatz von Streusalz auf Gehwegen schädlich und daher in Hamburg verboten ist. Vor allem die rund 230.000 Straßenbäume werden durch das Salz auf den Gehwegen stark angegriffen. Während das Salz, das die Stadtreinigung im Rahmen des Winterdienstes auf die Straßen streut, minimal dosiert ist und größtenteils über die Siele abtransportiert wird, belastet das oft viel zu hoch dosierte Streusalz auf Plätzen und Wegen nicht nur Bäume, sondern auch Haustiere, Autos und Gebäude.

Anschauliche Infos hierzu bietet eine Wanderausstellung, die vom  2. bis 27. Februar 2015 im Zentrum für Wirtschaft, Bauen und Umwelt des Bezirksamts Wandsbek, Schloßgarten 9, 22041 Hamburg, Öffnungszeiten montags 8.00-12.00 Uhr, dienstags 8.00-16.00 Uhr, donnerstags 8.00-18.00 Uhr, freitags 8.00-12.00 Uhr und anschließend vom 1. bis 15. März im Rathaus Altona zu sehen sein wird. Weitere Orte sind in Vorbereitung.

„Wer kam eigentlich auf die Idee, Salz auf die Straße zu streuen?“ ist die erste von zwölf Fragen, die die Ausstellung beantwortet: Mit Humor, spannenden Geschichten, Expertise und interaktiven Mitmachelementen für Kinder geht es sehr frei nach Woody Allen um „12 Dinge, die Sie über Streusalz wissen sollten, aber nie fragen würden“. Ganz nebenbei lernt man dabei die typischen Straßenbäume Hamburgs kennen, erfährt, wie es im Innern eines Salzbergwerks aussieht oder wie die Fahrzeuge der Stadtreinigung dafür sorgen, dass so wenig Salz wie möglich auf die Straße gebracht wird.

Streusalz führt zur Anreicherung von Natriumionen im Boden und zur Auswaschung der Nährstoffe. Die Bäume können deshalb weniger Nährstoffe aufnehmen, werden krank und sterben ab. Das Überangebot an Natrium und Chlorid ruft außerdem Ätz- und Verbrennungsschäden hervor. Salzgeschädigte Bäume weisen typische Symptome auf: Späterer Austrieb im Frühjahr, kleinere Blattoberflächen und Nekrosen an Blatträndern und Spitzen, frühere Verfärbung und Laubabfall im Herbst. Bei Tieren greift Salz die Hornhaut an den Pfoten an. Das führt zu bösen Entzündungen und zu Magenverstimmungen, wenn die Tiere versuchen, das Salz von den Pfoten zu lecken. Überschüssiges Salz greift Metallteile von Autos an, besonders dann, wenn salzhaltiger Schnee lange an der Karosserie anliegt.

Anlass für die Ausstellung ist eine Studie, in der die BSU rund 900 Bäume in ganz Hamburg über einen Zeitraum von fünf Jahren untersucht hat. Sie belegt klar den Einfluss von Streusalz auf Boden und Vegetation. In den harten Wintern führte der flächendeckende Streusalzeinsatz zu Salzanreicherung in den Böden am Straßenrand, zu einer generellen Salzbelastung in den Bäumen und zu einer Anhebung des Salzgehalts im Sickerwasser. Die größte Belastung entstand aber erst durch weiteres unkontrolliertes Streuen mit Salz der meist privaten oder gewerblichen Gehwegreinigung. Weil die Baumscheiben in einer Ebene mit dem Fußweg liegen und für die Luft- und Wasserversorgung der Wurzeln meist offen gehalten werden, kann gerade hier das Streusalz gut in den Wurzelraum eindringen.

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