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59 Jungstörche in Hamburg

Die Brutsaison der Hamburger Störche verlief erfolgreich, davon konnte sich heute auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher überzeugen. 23 Storchenpaare mit insgesamt 59 Jungtieren zählte der NABU – ein gutes Ergebnis, das die 46 Jungstörche aus 2017 deutlich übertrifft. Dabei sah es zu Beginn der Brutsaison sogar danach aus, dass es noch mehr werden könnten. „32 Storchenpaare haben im Frühjahr mit der Brut begonnen, drei mehr als im Vorjahr“, berichtet Jürgen Pelch, ehrenamtlicher Storchenbetreuer beim NABU Hamburg. „Die ungewöhnlich warmen Temperaturen der letzten Wochen und der Starkregen an Himmelfahrt haben den Störchen aber zu schaffen gemacht.“ Durch die lang anhaltende Trockenheit ist die Nahrung für Störche knapp geworden. Als Folge wurden mehrere Jungstörche aus dem Nest geworfen, da die Eltern sie nicht ausreichend versorgen konnten. Die Nahrungsknappheit führte auch zu heftigen Revierkämpfen, bei denen mehrere Eier zu Bruch gingen. Bei neun Storchenpa! aren gab es deshalb keinen Bruterfolg in diesem Jahr.

Mit dem guten Brutergebnis zeigt sich die Hamburger Storchenpopulation stabil. Das freute auch Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher, der sich vor Ort selbst ein Bild machte: “Der Senat unterstützt das Engagement des NABU in konkreten Projekten wie beim Schutz der Weißstörche. Die Stadt hat weitere Feuchtwiesen als neue Naturschutzgebiete ausgewiesen und damit unter anderem mehr Lebensraum für besondere Tierarten wie die Störche geschaffen.“ Begleitet wurde der Bürgermeister von Alexander Porschke, dem 1. Vorsitzenden des NABU Hamburg, und von der Buchautorin und Radiomoderatorin Ombeni Stickdorn-Ngonyani, die der NABU als neue Schirmherrin des Hamburger Storchenschutzes vorstellte.

Für Alexander Porschke ist das gute Brutergebnis auch ein Erfolg des Naturschutzes: „Der NABU Hamburg setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt der Feuchtgebiete ein, dem Lebensraum der Weißstörche. Das ist mehr denn je notwendig, denn diese Gebiete werden durch die Agrarindustrie und durch zunehmende Bebauung immer mehr zerstört.“ Neben den Blick auf die diesjährigen Jungstörche gab es auch bei den „Internetstars“ des NABU Hamburg gute Nachrichten: Das neue Paar, das die Nachfolge der bekannten Störche „Rolf“ und „Maria“ antritt, erhielt nun offiziell die Namen „Fiete“ und „Erna“. Ihr gemeinsamer Nachwuchs wurde „Renate“ und „Ingo“ benannt, nach dem Hofeigentümer-Ehepaar Ingo und Renate Grundmann. Naturbegeisterte Internetnutzer können die Storchenfamilie unter www.NABU-Hamburg.de/storchenwebcam live beobachten. Foto: NABU/M. Sommerfeld

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